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Langenthaler WortgeschichtenHenusode

Halb daneben ist fast getroffen: An dieser Stelle interpretiert Stadtliterat Alexander Estis Mundartwörter auf seine Weise.

Hinter dem Wort Henusode versteckt sich ein dichterischer Text des Propheten.
Hinter dem Wort Henusode versteckt sich ein dichterischer Text des Propheten.
Bild: PD/Alexander Estis

Unter den apokryphen Schriften, die 1976 von einer Gruppe Schweizer Archäologen bei Ausgrabungen in Alexandrien entdeckt wurden, befinden sich Fragmente des nach seinem Verfasser benannten Henus-Buches. Der Historiograf Josephus Flavius kennt Henus als einen Propheten aus der Zeit des babylonischen Exils. Seine Botschaft, schreibt Josephus, war die Duldung (perpessionis propheta Ant. X,135); dies stimmt zum Inhalt der aufgefundenen Fragmente selbst.

Unter anderem enthalten sie einen dichterischen Text, gehalten in antiken Odenmassen, weshalb er gemeinhin als Henus-Ode bezeichnet wird. Darin besingt der Prophet mit kraftvollen Worten die Schicksale mehrerer tieffrommer Hebräer, die ohne eigene Schuld alles verloren, sich in die Fremde begeben, Erniedrigung, Sklaverei, Krankheit und Tod erfahren haben.

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