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Langenthal gewinnt im TessinHart erkämpft, aber weitgehend souverän

Langenthal gewinnt bei den Ticino Rockets 3:1, weil es im Abschluss cleverer agiert als der Gegner.

Fabio Kläy (SCL, Mitte) setzt den Tessiner Torhüter Kilian Bernasconi unter Druck.
Fabio Kläy (SCL, Mitte) setzt den Tessiner Torhüter Kilian Bernasconi unter Druck.
Foto: Leroy Ryser

Im zweiten Abschnitt hatten sich die Ticino Rockets im Heimspiel gegen Langenthal lange Zeit ein grosses Lob verdient. Wendig, schnell und vor allem defensiv sehr energisch, aufsässig und mühsam zeigten sie sich und machten damit dem SCL das Leben schwer. Dabei ging es aber nicht nur darum, das Spiel zu zerstören oder das eigene Tor zu vermauern. Immer wieder waren die Tessiner auch vor dem gegnerischen Gehäuse gefährlich.

Zweifellos hatte dies auch damit zu tun, dass sie auf einzelne Verstärkungsspieler aus der NLA zählen durften. Unter anderem gehörte auch Ex-SCL-Center Giacomo Dal Pian dazu, auffällig war zudem dessen Angriffspartner auf dem Flügel, Dario Rohrbach (beide Ambri-Piotta). Vier Minuten vor der zweiten Pause folgte dennoch die Vorentscheidung, als Langenthal in Überzahl agieren durfte und Biasca-Torhüter Kilian Bernasconi bei einem Weitschuss von Luca Christen danebengriff. Während Bernasconi sich zuvor mehrmals auszeichnen konnte, war er beim 2:0 für den SCL nicht über alle Zweifel erhaben.

Grosser Aufwand fürs Tor

Bereits im ersten Drittel war der Aufwand der Langenthaler gross, um zum Torerfolg zu kommen. Ein erstes Mal wirklich gefährlich waren die Oberaargauer in der 9. Minute. Vielleicht auch weil steter Tropfen den Stein höhlt, war es dann Fabio Kläy, der anderthalb Minuten später doch noch für die Führung sorgte. Elo hatte den Center, der für den verletzten Eric Himelfarb in die zweite Angriffslinie rutschte, bedient. Auffällig war das Tempo des Spiels. 70 Minuten nach dem ersten Puckeinwurf begann bereits die zweite Pause.

Henauer nahe am Shutout

Mit gütiger Hilfe des SCL, vor allem durch unnötige Strafen, wurden die Schlussminuten dann tatsachlich noch spannend. Anderthalb Minuten vor Schluss folgte in doppelter Unterzahl das 1:2, danach agierte Biasca zu sechst gegen vier, Marc Kämpf traf 62 Sekunden vor Schluss ins leere Tor zur Entscheidung. «Jetzt geht es um uns, nicht um den Gegner», sagte Kämpf. «Die Playoffs nahen, vielleicht gelang uns dieser heutige Auftritt deshalb.»

Bitter war der späte Gegentreffer für Andri Henauer, der mit einem starken Auftritt als Ersatzmann von Pascal Caminada seinem ersten Profi-Shutout nahe war.