Zum Hauptinhalt springen

LeserreaktionenHaarsträubend, wie sich die Swiss verhält

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Die Swiss lockt mit tiefen Preisen Umsteigepassagiere an. Wirtschaftlich sinnvoll oder ökologischer Unsinn?
Die Swiss lockt mit tiefen Preisen Umsteigepassagiere an. Wirtschaftlich sinnvoll oder ökologischer Unsinn?
Foto: Urs Jaudas (Tamedia)

Zu «Swiss verschleudert Umsteigeflüge»

Haarsträubend, wie sich die Swiss verhält

Eigentlich ist es haarsträubend, wie sich die vom Staat gerettete Swiss mit ihrer Umsteiger-Schleuderpreis-Politik und ihrem unverantwortlichen Flugplan in Corona-Epizentren gegenüber dem Schweizervolk verhält. Bereits steigen die Corona-Fallzahlen in der Schweiz mit dem Hochfahren des Schweizer Luftverkehrs wieder an. Nicht genug damit, versucht die Swiss das frühere Flugvolumen zu Dumpingpreisen mit ökologisch wie ökonomisch unsinnigen Umsteigeangeboten zurückzugewinnen. Das Nachsehen haben, einmal mehr, die geschröpften Schweizer Lokalpassagiere. Die ohne Umweltauflagen von unserer Regierung gesprochene Staatshilfe ist der falsche Ansatz für ein Hinterfragen der für die Schweiz heute nicht mehr zeitgemässen Hubstrategie. Dank kleinerer, hocheffizienter Langstreckenflugzeuge könnte sich die Swiss von der Umsteigeabhängigkeit verabschieden und eigenständig die weltweite Anbindung des Heimmarktes mit nachhaltigeren und effizienteren Direktverbindungen gewährleisten.

Jean- Pierre Schiltknecht, Zollikerberg

Zu «Alles auf Sieg»

Diesen Artikel kann man nicht allein stehen lassen

«Professionellstes Politcampaigning», «perfekte Manöver», «hochbezahlte Lobbyisten», alles das und zudem auch noch Rechtsprofessoren, Journalisten und Bundesräte, werden laut dem Artikel für die Konzernverantwortungsinitiative eingesetzt. Tatsache ist jedoch, dass die Kampagne nur deswegen so lange läuft, weil die Gegner aus dem Bereich der Grosskonzerne es fertiggebracht haben, bis jetzt eine Abstimmung zu verhindern. Davon steht allerdings nichts im Artikel. Dass Kampagnen von allen Seiten immer so ablaufen, wird auch nicht erwähnt. Die Kampagne für die Konzernverantwortungsinitiative wird als Sonderfall dargestellt. Das ist einfach irreführend und tendenziös. Wenn ein ebenso einseitiger Artikel über die Machenschaften der Konzernlobby folgen würde, könnte man den vorliegenden Artikel wenigstens einordnen, aber allein stehen lassen kann man ihn eigentlich nicht.

Ruedi Mahler, Ostermundigen

Zum Interview mit dem neuen «Mister Corona» Stefan Kuster
«
Zu Infektionsherden kann es auch in der Schweiz kommen»

Die Pandemie ist noch nicht vorbei

Ich trage im ÖV eine Schutzmaske und bin weit und breit praktisch immer die Einzige. Dasselbe im Supermarkt. Ich halte weiterhin den Sicherheitsabstand ein und sehe, dass kaum jemand um mich herum noch darauf achtet. Ich schütze die anderen, die anderen schützen mich nicht. Wo ist die Solidarität geblieben, die wochenlang so hochgelobt wurde? Solidarität mit Menschen mit cystischer Fibrose, mit transplantierten Lungen, mit einer schweren Diabetes, mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, mit Behinderungen und mit älteren Menschen. Wir sind viele. Wo ist unsere Lobby? Der Bund hat es verpasst, die Maskenpflicht im ÖV und in den Läden einzuführen. Er hat damit in Kauf genommen, dass uns früher oder später lokale, regionale oder kantonale Lockdowns drohen und Menschen sterben, denn die Pandemie ist nicht vorbei.

Marie-Louise Ernst, Kaufdorf

Zitat des Tages

«Ich schütze die anderen, die anderen schützen mich nicht. Wo ist die ganze
Solidarität, die wochenlang so hochgelobt wurde?»

Marie-Louise Ernst, Kaufdorf

Zu «Die Corona-Krise erreicht die Spitzengehälter»

Eine Nivellierung der Löhne ist dringend nötig

Es ist sehr erfreulich, dass einige Topmanager ihre Millionengehälter gesenkt haben. Diese werden noch lange nicht am Hungertuch nagen müssen. Es ist zu hoffen, dass ihnen weitere Manager und Spitzenbeamte folgen werden. Es liegt ein gewaltiges Sparpotenzial vor, und eine Nivellierung der Löhne ist dringend vonnöten.

Hans Hofer, Zollikofen