Gold für Kauter, Kauter und Kauter

Die Berner Degenfechter Fabian, Michael und Vincent Kauter sowie Christoph Adank sind Team-Schweizer-Meister 2009.

Das Fechtjahr 2009 endet aus Berner Sicht goldig – passend zur Weihnachtszeit eben. An den Schweizer Meisterschafen in Flawil holten sich Michael Kauter, Fabian Kauter und Vincent Kauter plus «Edelreservist» und «Spielertrainer» Christoph Adank die Goldmedaille mit der Mannschaft. Gleich drei Kauters im Meisterteam, «das macht den Sieg natürlich doppelt schön», sagt Fabian. Der Team-Vizeeuropameister dieses Jahres und EM-Bronzemedaillengewinner 2007 in Gent ging im Schweizer-Meisterschafts-Final gegen die ewigen Erzrivalen aus Basel als Letzter auf die Piste. Die Auseinandersetzung endete nach Ablauf der regulären Zeit 37:37. Die Entscheidung fiel so in der Zusatzminute, in der Fabian Kauter gegen den Einzelsieger, Benjamin Steffen, die entscheidende Touche setzen konnte. «Wir haben viel Charakter bewiesen», räumt Fabian Kauter ein. Dritter Titel in vier Jahren Mit dem Sieg in Flawil haben die Berner den dritten Titel innerhalb der letzten vier Jahre gewonnen. Heuer erstmals ausschliesslich mit Kauters «bestückt». Vincent Kauter ist der Cousin von Fabian und Michael. Letztere zwei wiederum sind die Söhne von Christian Kauter, dem Olympia-Silber- (1972) und -Bronzemedaillengewinner (1976) mit der Mannschaft. «Er hatte schon aufgehört mit Fechten, ist nun aber nach einer längeren Pause wieder zurückgekommen», erzählt Fabian Kauter über seinen Cousin ersten Grades. Nach einer dreijährigen Pause trainiert Vincent Kauter seit Januar 2008 wieder. Als Junior hatte der gebürtige Bieler wie seine Cousins erfolgreich an Weltcups teilgenommen. Dahin soll es nun für den 25-jährigen Jung-FDP-Politiker, der heuer auf Anhieb den Sprung in den Nidauer Stadtrat geschafft hat, auf Aktivstufe gemäss Fahrplan wieder hingehen. Das Ziel von Vincent Kauter ist ein Platz in der Nationalmannschaft. Den dritten Mann gefunden Klar, dass die Basler, in deren Reihen mit dem Drittplatzierten im Einzel, Max Heinzer, noch ein weiteres Nationalmannschaftsmitglied vertreten war, im finalen Gefecht vorab «Rückkehrer» Vincent Kauter ins Visier nahmen, um den Punktevorsprung möglichst gross zu machen. Auch daher der Satz mit dem «Charakter zeigen» von Fabian Kauter. Im Einzel hatten die Berner in Flawil keine Hauptrolle gespielt. Olympiastarter Michael Kauter verzichtete wegen Adduktorenproblemen gar auf einen Einsatz im Einzel. Fabian (17.Rang) schied im 32er-Tableau gegen den für Basel startenden Luzerner Giacomo Paravicini aus. Der Titel mit der Mannschaft bedeute ihm sehr viel, sagt Michael Kauter. Gleiches gilt für seinen Bruder, der «auch die Scharte aus dem Einzel ausmerzen wollte». Letzteres ist ihm mit dem Sieg im Hitchcock-Finale total gelungen. Mit Vincent Kauter haben die Berner einen dritten Mann wiedergefunden, der darauf hoffen lässt, dass das nächste Berner Fechtjahr auch goldig endet. Michael Schenk>

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