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Ehre für Berner AutorGiuliano Musio wird für «Wirbellos» ausgezeichnet

Der Schriftsteller erhält für seinen Roman über einen notorischen Lügner den mit 10’000 Franken dotierten Kurt-Marti-Preis.

Giuliano Musio wird für seinen Zweitling geehrt.
Giuliano Musio wird für seinen Zweitling geehrt.
Bild: Walter Pfäffli

Der Berner Giuliano Musio hat mit «Wirbellos» einen unkonventionellen, mutigen Roman geschrieben. Das fängt schon damit an, dass Bern in seinem Buch am Mittelmeer liegt. Obwohl – so sicher ist das auch wieder nicht. Denn der Protagonist Martin lügt und lügt. Vielleicht ist also auch die geografische Lage seiner Heimatstadt nur ausgedacht.

Der 43-jährige Musio beherrsche die Irreführung des Lesers virtuos, schreibt die Jury in ihrer Begründung, weshalb gerade er den Kurt-Marti-Preis erhält. «Der Autor zeigt, wie existenziell Ausreden sein können, aber auch, wie wahrhaftig und tröstlich Literatur, die den Ausreden entspringt», sagte Jury-Präsident Thomas Kowa an der Preisverleihung vom Mittwochabend. Sie fand in der Buchhandlung Stauffacher in Bern statt.

Dotiert ist der Kurt-Marti-Preis mit 10’000 Franken. Er wird alle zwei Jahre vom Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV) verliehen. Das Ziel ist «die Förderung der Autorinnen und Autoren, die aus dem Kanton Bern stammen, dort wohnen oder sich literarisch damit befassen».

Ebenfalls nominiert für die Auszeichnung waren Verena Blum-Bruni für «Huufyse mit Gomfi», Franco Supino für «Mino und die Kinderräuber», Benedikt Meyer für «Nach Ohio» sowie Andrea Maria Keller für «Vielstimmig».

2018 ging der renommierte Preis an den Berner Arzt und Autor Peter Weibel für sein Buch «Mensch Keun».