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Leserreaktionen«Gehe nur essen, wo der Wirt diesen Namen noch verdient»

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Zwei indische Restaurants in Bern stehen unter dem Verdacht der Schwarzarbeit. Eine Leserin fordert vehement, entsprechende Gesetze zu schaffen, um solche Zustände künftig verhindern zu können.
Zwei indische Restaurants in Bern stehen unter dem Verdacht der Schwarzarbeit. Eine Leserin fordert vehement, entsprechende Gesetze zu schaffen, um solche Zustände künftig verhindern zu können.
Foto: iStock

Zu «Indische Restaurants im Visier der Behörden»

Gier ist Schuld

Wir müssen nicht alte Statuen niederreissen oder Zunftschilder anprangern, weil der Rassismus dort gelebt haben soll. Das Problem ist die Gier – wie das neuste Beispiel der zwei Restaurants in der Stadt Bern zeigt. Da werden Mitarbeiter wie Sklaven gehalten, ohne Lohn und unter menschenunwürdigen Zuständen untergebracht. Solange Menschen, egal welcher Hautfarbe oder Staatsangehörigkeit, an der Krankheit Gier leiden, wird sich in der Welt nichts ändern. Wir müssen aber Gesetze schaffen, um solche Betriebe stilllegen zu können. Etwa die Wirteprüfung wieder einführen, damit nicht jeder eine Beiz eröffnen kann, der weder über die nötigen Sprachkenntnisse verfügt noch über die Gesetzgebung informiert ist. Ich gehe nur essen, wo der Wirt (Gastgeber) diesen Namen noch verdient.Theres Schweizer, Kehrsatz

Ich gehe nur essen, wo der Wirt diesen Namen noch verdient.

Theres Schweizer, Kehrsatz

Zum Leserbrief «Die falschen Fragen stehen im Raum» von Mathilde Hofkes

Neue Kampfjets bleiben uns wohl nicht erspart

Da hat Mathilde Hofkes den Nagel auf den Kopf getroffen. Leider geht auch bei der Schweizer Armee Tradition vor Effizienz. So haben wir uns jahrzehntelang eine Kavallerie geleistet, obwohl seit September 1939 bekannt war, dass die Kavallerie militärisch nutzlos ist. Da werden uns die neuen Kampfjets wohl nicht erspart bleiben. Hoffentlich haben die Herren Jetpiloten viel Spass beim Abfliegen der Pflichtstunden. Zumal das nichts kostet, die Milliarden kommen ja aus dem normalen Budget.Otto Hartmann, Gunten

Zu «Wie die USA Schweizer Waffen kontrollieren»

Abstimmungsresultat wird beeinflusst

Medien sollten neutral, ungebunden, sachdienlich und unkäuflich sein. Der publizierte Bericht von Redaktor Beni Gafner scheint diesbezüglich mehr als bedenklich zu sein. In der aktuellen Meinungsbildung über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge für die Schweizer Luftwaffe hat dieser kritische Bericht gegenüber Waffen aus den USA einen nicht unwesentlichen Einfluss auf das Abstimmungsresultat vom September. Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, welche eigentlich für die Kampfjets sind, aber eine generelle Abneigung gegen die USA haben, werden so in die Ecke der Nein-Sager gedrängt. Dieser Bericht sollte publiziert werden, wenn es dann nach einer allfälligen Annahme um die Auswahl des Typs geht.Bendicht Häberli, Burgdorf

Zu «Auch neue Zahlen zu Ansteckungsorten taugen wenig»

Die Menschen haben Angst

Die Infos und Richtlinien des BAG sind verwirrlich und werfen Fragen auf. Die täglich gemeldeten Zahlen von Neuinfizierten täuschen, denn positiv Getestete sind noch lange keine Erkrankten. Die Menschen haben Angst und werden auf diese Weise auf die «erlösende» Impfung vorbereitet. Diese ist jedoch in jedem Fall viel zu wenig lange getestet. Jetzt testet man sie schon direkt am Menschen, obwohl man weiss, dass sie Schäden verursachen kann. Wie sieht wohl der Plan des BAG aus? Maskenpflicht bis zum Impfobligatorium? Dazu müsste der Bundesrat das Notrecht verlängern. Das darf nicht sein.

Madeleine Baumann, Thun

Wirtschaft ist gewichtiger

Gegenwärtig werden etwas merkwürdige Theorien herumgeboten. Die Bars und Clubs werden vom BAG als eher harmlos eingestuft, dafür soll die Ansteckungsgefahr in den Familien liegen. Die wilden Partys in den genannten Bars und Clubs mit «Herumhopserei» und Abstand null sollen harmlos sein? Diese jungen und nicht mehr ganz jungen Leute werden einmal nach Hause gehen und dort vermutlich ihre gefährlichen Käferchen verteilen. Somit befindet sich – laut BAG – in der Familie der üble Herd der Ansteckung. Man mag ja der jungen Generation die Lebensfreude gönnen. Aber das BAG soll sich nicht einbilden, dass man auf diese Weise dessen neue Theorie abkauft. Bei mir kommt der Verdacht auf, dass hier die wirtschaftliche Situation höher gewichtet wird, als die Gefahr der Verbreitung des Virus in Bars und Clubs.Peter Burkhalter, Ittigen