Zum Hauptinhalt springen

Meinung zur Wahl in WienGefährliche Zufriedenheit nach dem Sieg der Sozialdemokraten

Die SPÖ behält in Wien die Kontrolle. Aber auch sie ignoriert, dass ein grosser Teil der Menschen im Wahlalter gar nicht wählen dürfen, weil sie keine Österreicher sind.

SPÖ-Chef Michael Ludwig feierte am Sonntag seinen Sieg bei den Wahlen in Wien.
SPÖ-Chef Michael Ludwig feierte am Sonntag seinen Sieg bei den Wahlen in Wien.
Foto: Keystone

In Wien ist nach dem Wahlsonntag eine grosse – und gefährliche – Zufriedenheit ausgebrochen. Die SPÖ hat ihren Heimvorteil genutzt und zugelegt – um gut 2 Prozentpunkte auf gut 42 Prozent. Die Grünen und die liberalen Neos haben zugelegt – beide um etwa 2 Prozent auf 14 und knapp 8 Prozent. Die ÖVP hat zugelegt – um immerhin fast 10 Punkte auf fast 19 Prozent. Die Rechtspopulisten, die FPÖ sowie die Privatabspaltung ihres früheren Chefs, Heinz-Christian Strache, sind eingebrochen – von mehr als 30 auf unter 10 Prozent. Sie werden, zumindest vorläufig, weder auf Landes- noch auf Bundesebene eine wichtige Rolle spielen. Das endgültige Ergebnis wird allerdings erst am Dienstagabend erwartet – ungewöhnlich viele Wähler beteiligten sich per Briefwahl, die Auszählung der Wahlzettel braucht noch Zeit.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.