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Engagement für GeflüchteteFür viele Asylsuchende ist «Mato» die letzte Hoffnung

Wenn kein Anwalt mehr hilft, dann hilft vielleicht noch das Solidaritätsnetz Bern. Der 40-jährige Matthias Rysler erzählt von seiner Arbeit bei einer der niederschwelligsten Anlaufstellen von Bern.

Die Tür ist meistens offen: Matthias Rysler im Eingang zur Anlaufstelle des Solidaritätsnetzes Bern.
Die Tür ist meistens offen: Matthias Rysler im Eingang zur Anlaufstelle des Solidaritätsnetzes Bern.
Christian Pfander

Matthias Rysler hat eigentlich Ferien. Eigentlich. Er ist trotzdem da, in den Räumen des Solidaritätsnetzes Bern auf dem Meinen-Areal. Die Anlaufstelle ist geschlossen, aber die Tür trotzdem offen. Matthias Rysler, der sich als «Mato» vorstellt, empfängt uns mit Kaffee im Eingangsbereich. Banner für politische Initiativen gibt es da, Infomaterial, drei ältere Sofas und zwei Stühle, die nicht zusammenpassen.

Matthias Rysler bildet zusammen mit einem Zivildienstleistenden und einigen Freiwilligen die Anlaufstelle des Solidaritätsnetzes. Angestellt ist er 45 Prozent, verdient rund 2500 Franken, die anderen 55 Prozent sind Freiwilligenarbeit. «Ich fände es komisch, für Leute, die kein Geld haben, zu arbeiten, und dabei viel zu verdienen», sagt er. Finanziert wird sein Gehalt in erster Linie durch Spenden.

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