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Die «Königin der Anden» in voller Blüte

In Bolivien ist derzeit ein seltenes Naturschauspiel zu bewundern – zur Freude von Botanikern, Touristen und der Bevölkerung.

Gewaltiges Wachstum: Drei Exemplare von Puya Raimondii, südlich von La Paz.
Gewaltiges Wachstum: Drei Exemplare von Puya Raimondii, südlich von La Paz.
Keystone

Nur einmal in ihrem Leben, das über 100 Jahre dauern kann, erblüht Puya Raimondii – dann freilich gründlich. Etwa neun Monate lang können Naturfreunde die zahllosen Blüten bestaunen, die entlang der Pflanze in die Höhe gewachsen sind, um einen Weltrekord zu erreichen: Mit bis zu acht Metern hat die «Königin der Anden», wie der Volksmund sie nennt, den längsten Blütenstand.

Obwohl die Grosspflanze seit langem unter Naturschutz steht, wird sie als Brennstoff verwendet und ist deshalb in freier Wildbahn rar geworden. Pflanzenkundler und auch Touristen reisen deshalb gerne an, um sie während der Blüte zu bestaunen – zur Freude der wenig begüterten Bewohner der Region im Süden von La Paz, deren Einkommen sich dadurch manchmal ein wenig verbessert.

Zugleich hat der botanische Anlass seine traurige Seite: Zwar bildet Puya Raimondii während dieser Zeit zahlreiche Kapselfrüchte aus, in denen ihre Nachkommenschaft in Gestalt von flugfähigen Samen steckt – doch mit dem Ende der Blütezeit beginnt auch ihr Tod, denn die faszinierende Pflanze stirbt danach allmählich ab.

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