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Hier für 5 Dollar bestellt, in Bangladesh gezeichnet

Brauchen Sie ein Bewerbungsschreiben oder ein Firmenlogo? In fernen Ländern werden sogenannte Mikrojobs für Sie erledigt. Aber, taugen sie auch? Redaktion Tamedia machte den Test.

Digitale Arbeit auslagern: Das ist ein Wandel in der Arbeitswelt, den das Internet möglich macht. Dazu bieten Websites Anbietern und Abnehmern einen Markt für Onlinedienstleistungen. Das Versprechen ist immer das gleiche: günstige Preise. Eine der populärsten Seiten ist Fiverr.com. Der Name verrät es bereits, hier bieten die Nutzer Dinge feil, die sie für einen «Fünfer», also eine Fünfdollarnote, tun.

Das Angebot ist breit: einen Bewerbungsbrief schreiben, ein Logo entwerfen, eine Karikatur zeichnen oder eine «professionelle» Anrufbeantworter-Nachricht aufnehmen. Es ist digitale Kleinstware von der Stange. Die Angebote zielen meist auf Privatkunden und KMU. Wer sich auf den Plattformen bewegt, erhält den Eindruck eines virtuellen Einfrankenladens für Dienstleistungen: Angeboten wird viel Ramsch, und es drängt sich die Frage auf, wer an so geringen Preisen etwas verdienen kann. Beziehungsweise, unter welchen Bedingungen hier produziert wird.

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