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Der Schandfleck wird zur Fundgrube

Bei der Räumung eines 500 Jahre alten Bauernhauses in Albisrieden stiessen die Archäologen im Keller auf Spuren, die bis ins Hochmittelalter zurückreichen.

Archaische Räume: Die Arbeitskittel hängen noch über den Stühlen, als wäre der Bauer, der in diesem Haus zuletzt gewohnt hat, nur eben kurz in den Stall gegangen.
Archaische Räume: Die Arbeitskittel hängen noch über den Stühlen, als wäre der Bauer, der in diesem Haus zuletzt gewohnt hat, nur eben kurz in den Stall gegangen.
David Jecker/Stadtarchäologie Zürich
Schandfleck in Albisrieden: Das Bauernhaus von aussen.
Schandfleck in Albisrieden: Das Bauernhaus von aussen.
zvg
Diese Wanne, ein geflochtener Korb mit zwei seitlichen Henkeln, diente zum Worfeln. So bezeichnete man das Reinigen von Getreide. Der Korb wird ruckartig auf- und ab bewegt, wobei Spreu und Staub weggeblasen werden.
Diese Wanne, ein geflochtener Korb mit zwei seitlichen Henkeln, diente zum Worfeln. So bezeichnete man das Reinigen von Getreide. Der Korb wird ruckartig auf- und ab bewegt, wobei Spreu und Staub weggeblasen werden.
David Jecker, Urs Jäggin/Stadtarchäologie Zürich
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Jahrelang war das verfallene Bauernhaus samt Scheune und Wagenschopf der Schandfleck von Albisrieden. Das denkmalgeschützte, 1539 erbaute Gebäude liegt an einer viel befahrenen Strasse. Die Quartierruine wurde zum Dauerärgernis, weil sie völlig verlottert war. Diese Zeiten sind vorbei: Seit einigen Wochen sind rund ums Haus Handwerker an der Arbeit. Für den Umbau verantwortlich zeichnet Urs Räbsamen, bekannt als Spezialist für historische Gebäude, die er kauft und mit viel Aufwand renoviert. Der Alte Löwen am Rigiplatz, das Restaurant Nordbrücke in Wipkingen oder die Krone in Altstetten sind solche Beispiele.

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