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Unspunnen-Schwinget: Berner haben Bärenhunger

Am Sonntag greift das Berner Team nach dem ersten Unspunnen-Titel seit dreissig Jahren. Beim letzten Versuch mussten die «bösesten» Berner bös untendurch. Aus dieser Erfahrung schöpfen sie Kraft.

Es ist ein grauer, kalter Septembermorgen 2011. In der Schlosskirche zu Interlaken läuten die Glocken die Sonntagsmesse ein – und gleichzeitig den Untergang der Berner Schwinger auf der ­benachbarten Höhematte. Christian Stucki ist nach zwei Gängen und zwei «Gestellten» bereits ­geschlagen, Kilian Wenger erscheint nicht einmal auf der Vorderseite des Resultatblatts, die immerhin 92 der 120 Teilnehmer umfasst.

Bei Matthias Sempach, dem dritten Trumpf der Berner, weicht die Hoffnung einen Gang später der Ernüchterung. Letztlich geht der Unspunnen-Titel in die Nordostschweiz; die Berner stehen im Regen, das Waterloo für den favorisierten Teilverband ist Tatsache. Wenger ist enttäuscht und sagt: «Der Druck war enorm.» Stucki ist enttäuscht und sagt: «Wenn es nicht will, dann will es nicht.» Sempach ist enttäuscht und sagt: «Es lief nicht für uns. Weshalb? Keine Ahnung.» Andere sind enttäuscht und sagen gar nichts.

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