Beachvolleyball

Schreck, lass nach!

BeachvolleyballAnouk Vergé-Dépré und Joana Heidrich stehen am Gstaad Major im Achtelfinal. Derweil ver­abschieden sich Tanja Hüberli und Nina Betschart nach einem dramatischen Spiel gegen Kerri Walsh/Nicole Branagh aus dem Heimturnier.

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Die Erfolgsaussichten tendieren in diesem Moment gegen null. Es läuft der zweite Satz zwischen Anouk Vergé-Dépré/Joana Heidrich und Barbara/Fernanda. 21:17 gewannen die Brasilianerinnen den ersten Durchgang, nun führen sie 20:18.

Und: Heidrich ist angeschlagen, sie musste sich zuvor an der Schulter behandeln lassen. Für das Publikum ist es ein Schreckmoment, doch die Zürcherin beisst auf die Zähne. Das Schweizer Duo wehrt zwei Satzbälle ab, gewinnt 25:23 und entscheidet danach auch das Tiebreak mit 15:13 für sich.

Die Zürcherin Heidrich und die Bernerin Vergé-Dépré sind in Gstaad auf Erfolgskurs: Sie gewannen sämtliche Gruppenspiele, sind damit direkt für den heutigen Achtelfinal qualifiziert, in welchem sie auf die Amerikanerinnen Sara Hughes/Kelly Claes treffen (11 Uhr).

Nach einer Behandlung beim Physiotherapeuten gibt Heidrich übrigens Entwarnung: «Die Massage hat den angeschlagenen Muskel wieder gelockert, dem Achtelfinal steht nichts im Weg.» Und sie betont: «Es gibt bei uns noch viel Luft nach oben.»

Es fehlte wenig, und die Schweiz wäre mit zwei Teams im Achtelfinal vertreten. Tanja Hüberli und Nina Betschart müssen sich jedoch der dreifachen Olympiasiegerin Kerri Walsh und ihrer neuen Partnerin Nicole Branagh nach einer umkämpften Partie (21:18, 19:21, 12:15) geschlagen ­geben.

Letzte Woche gewannen Betschart/Hüberli am Major-Turnier in Porec noch Bronze, weshalb die Enttäuschung nach dem frühen Out in Gstaad schwer wiegt. «Es ist megabitter, aber wir haben ein paar Eigenfehler zu viel gemacht», hält Hüberli fest.

Gerson ist chancenlos

Mit grösster Wahrscheinlichkeit bereits gelaufen ist das Heimturnier für den Belper Mirco Gerson und seinen neuen Partner Michiel Zandbergen. Sie verloren gestern auch das zweite Gruppenspiel deutlich (17:21, 14:21 gegen die Kanadier Sam Pedlow/Sam Schachter).

Gerson/Zandbergen hatten eine Wildcard für das Gstaad Major erhalten, konnten somit erstmals in dieser Saison im Hauptfeld eines Turniers starten. «Wir müssen Lehrgeld bezahlen», hält der Belper, sichtlich niedergeschlagen, fest.

Noch Hoffnungen machen dürfen sich dagegen der Seeländer Jonas Kissling und Alexei Strasser. Gewinnen die beiden heute gegen John Hyden/Ryan Doherty (USA), stehen sie im Sechzehntelfinal. Etwas grösser sind die Chancen auf den Einzug in die erste K.-o.-Runde bei Nico Beeler/Marco Krattiger – der ­nominellen Nummer 1 bei den Schweizer Männern.

Nach dem Erfolg über Michael Plantinga/Grant O’Gorman (KAN) verfügen sie auf ihrem Konto über einen Sieg und eine Niederlage. Selbst wenn sie heute gegen die Olympiasieger Alison/Bruno (BRA) verlieren, könnten sie weiterkommen – sofern die Gruppenersten Gonzalez/Nivaldo aus Kuba das Duo Plantinga/O’Gorman besiegen.

Auf fremde Hilfe jedoch wollen die beiden Ostschweizer nicht hoffen. «Natürlich sind Alison und Bruno die Favoriten, aber mit dem Publikum im Rücken ist alles möglich», meint Krattiger. (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.07.2017, 08:13 Uhr

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