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Kurioser Polizeieinsatz in KanadaFrau führt Mann an der Leine aus, um Ausgangssperre zu umgehen

Die Polizei von Montréal kontrolliert die Ausgangssperre. (9. Januar 2021)

Autofahrer wollte wissen, wie es während der Ausgangssperre aussieht

afp/oli

35 Kommentare
    Christian Lehmann

    Die Polizei in der Provinz Québec kann auch kulant sein. So werden den Obdachlosen im Stadtzentrum von Montréal nicht gebüsst und es können auch Verwarnungen ausgesprochen werden. Mit dem Hund darf man übrigens ganz legal auch nach 20 Uhr mal um den Häuserblock. Nur wer mit dem Ehemann an der Leine Gassi geht und den Polizisten ganz ungeniert sagt, dass man dies auch in Zukunft noch machen wolle, der kommt nicht mit einer Warnung davon.

    Polizeiautos fahren um oder kurz nach 20 Uhr mit Blaulicht aber ohne Sirene durch die Quartierstrassen um Präsenz zu zeigen.

    Die Ausgangssperre ist halt leider eine Notwendigkeit. Mein Mitarbeiter ruft nach Arbeitsschluss oft seine Kollegen an:“Yo Dude, what you up to? Wanna come to my place and hang out“ (= kiffen, Red Bull, XBOX). Am nächsten Tag kommt er dann wieder zur Arbeit. Corona? Egal....

    Noch härter wird wohl der Betrunkene bestraft: nebst der Mindestbusse von CAD 1500 kommen noch Bussen und Verfahrenskosten für das Fahren in angetrunkenem Zustand dazu, rund CAD 3000. Weiter eine Nacht in der Ausnüchterungszelle, ein Eintrag ins Strafregister und das Auto wird auch für mindestens 30 Tage eingezogen.

    Grüsse aus der Provinz Québec