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Bernexpo-Präsidentin erkranktFranziska von Weissenfluh
leidet an Krebs

Anfang Juli hat die Bernexpo-Präsidentin Franziska von Weissenfluh die Diagnose erhalten, dass sie an Krebs leidet. Nun führt sie das Unternehmen mit dem neuen Co-Präsidenten Peter Stähli.

Franziska von Weissenfluh wird im Mai 2021 ihr Amt als Bernexpo-Präsidentin abgeben.
Franziska von Weissenfluh wird im Mai 2021 ihr Amt als Bernexpo-Präsidentin abgeben.
Foto: Nicole Philipp

Die Corona-Krise hat das Berner Messeunternehmen Bernexpo hart getroffen. Es musste die Publikumsmesse BEA absagen. Und nun muss auch noch Verwaltungsratspräsidentin Franziska von Weissenfluh kürzertreten. Sie ist erkrankt, wie das Messeunternehmen mitgeteilt hat. «Anfang Juli habe ich die Diagnose Krebs erhalten. Und Mitte Juli bin ich operiert worden», sagt sie. Den Verwaltungsrat hat sie umgehend über ihre Krankheit informiert. Die Aktionäre haben am Donnerstag ein Schreiben erhalten. Von Weissenfluh gehört seit 2009 dem Bernexpo-Verwaltungsrat an, das Präsidium übernahm sie im Jahr 2015.

SEF-Gründer wird Co-Präsident

Da sie sich weiteren Behandlungen unterziehen muss, hat sie dem Verwaltungsrat vorgeschlagen, dass sie künftig von einem Co-Präsidenten unterstützt wird. Es ist Vizepräsident Peter Stähli, der diese Funktion übernehmen wird. Er ist als Gründer des Wirtschaftstreffens Swiss Economic Forum bekannt. Von Weissenfluh hat zudem bereits entschieden, dass sie sich im kommenden Mai nicht mehr als Präsidentin zur Wiederwahl stellen wird. «Der Entscheid fällt mir nicht leicht, doch mein Verantwortungsgefühl gegenüber dem Unternehmen erfordert diesen Schritt», lässt sich die 59-Jährige in der Medienmitteilung zitieren. Ob Peter Stähli sich über die Generalversammlung 2021 hinaus als Präsident zur Verfügung stellt, sei zurzeit noch offen, schreibt Bernexpo.

Kämpferin für die neue Festhalle

Einer breiteren Öffentlichkeit ist von Weissenfluh als Promotorin eines Ersatzbaus für die alte Festhalle bekannt geworden. Nach diversen Rückschlägen konnte sie Ende Mai mit der Mobiliar, der Visana und der Securitas-Gruppe drei Berner Investoren für das Projekt präsentieren. Auch die Stadt Bern und der Kanton Bern sollen je bis zu 15 Millionen Franken an den Neubau beisteuern. Hier stehen indes die Entscheide jedoch noch aus.

Die Bernexpo-Gruppe realisiert dieses Projekt über ihre Immobilientochter Messepark Bern AG. Bei diesem Unternehmen will sich von Weissenfluh weiterhin als Vizepräsidentin des Verwaltungsrats für den Bau der «Neuen Festhalle» einsetzen.

Von Weissenfluh gehört zudem dem Verwaltungsrat der Berner Bankengruppe Valiant an. Zuvor war sie langjährige Verlagsleiterin bei der Espace Media Groupe, welche die Berner Zeitung herausgab.