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Corona-Tests bei der EinreiseFlughafen Zürich prüft die Installation eines Testcenters

Am Euroairport Basel-Mülhausen werden alle Einreisenden aus Risikoländern getestet – in Quarantäne muss nur, wer Covid-positiv ist. Diesem Beispiel könnte der Flughafen Zürich bald folgen.

Dieses Bild könnte auch an den Schweizer Flughäfen bald Realität werden: Eine Ärztin hält in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden einen Coronavirus-Test in den Händen.
Dieses Bild könnte auch an den Schweizer Flughäfen bald Realität werden: Eine Ärztin hält in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden einen Coronavirus-Test in den Händen.
Foto: Robert Michael, Keystone

Während eine breite Allianz sich von ihnen generell mehr Normalität verspricht, sind Corona-Tests am Flughafen Basel-Mülhausen bereits Alltag: Weil sich der Airport auf französischem Boden befindet, gelten dort die vom Gesundheitsministerium in Paris verordneten Corona-Schutzmassnahmen.

Demnach durchlaufen Ankommende aus den Ländern Algerien, Bosnien-Herzegowina, Israel, Kosovo, Serbien und der Türkei einen Test, die nicht in der Schweiz ansässig sind. Nur wer einen Covid-Test vorweisen kann, der nicht älter ist als 72 Stunden, muss nicht zu dieser obligatorischen Kontrolle antreten.

Resultate innert 48 Stunden

«Wir haben eigens für das Testprozedere ein Gate abgestellt», sagt Stefan Wyer, Sprecher des Basler Flughafens. Mitarbeiter der örtlichen Agence régional de la santé, einer lokalen Zweigstelle des französischen Gesundheitsministeriums, führen dort die kostenlosen Tests durch. «Die Passagiere erhalten die Resultate innert 48 Stunden», sagt Wyer. So muss sich nur in Quarantäne begeben, wessen Resultat positiv ist.

«Sollte sich die Schweiz dazu entscheiden, denselben Weg zu beschreiten, könnte es bei uns in Basel zu einem Engpass kommen», sagt der Flughafen-Sprecher. Denn beim heutigen Prozedere seien die Wartezeiten bei den Teststellen nur kurz. Dies, weil in der Schweiz wohnhafte Passagiere, die aus einem Risikoland einreisen, vom Test befreit sind, da sie ohnehin zehn Tage in Quarantäne müssten. Zudem hätten Frankreich und die Schweiz unterschiedliche Listen mit Risikoländern, sodass mehr Flüge betroffen sein könnten.

«Dies würde zu längeren Wartezeiten führen, weshalb sich die Frage stellt, ob es dann Sinn macht, die Tests direkt am Flughafen vorzunehmen», sagt Wyer. Er schlägt deshalb vor, dass die Ankommenden aus Risikoländern am Flughafen erfasst und zum Testen in ein bestehendes Center geschickt würden.

Dieses grenzüberschreitende Problem stellt sich am Flughafen Zürich nicht. Aber auch dort befasst man sich mit Tests für die Reisenden. «Wir prüfen mit verschiedenen Partnern, wie wir ein solches Testcenter ausgestalten könnten», sagt Sprecherin Jasmin Bodmer auf Anfrage. Es sei aber zu früh, um weiterführende Details zu kommunizieren. Die Forderung nach einem Testcenter in den Airports steht schon einige Zeit im Raum. So ist die Fluggesellschaft Swiss daran interessiert, an den Landesflughäfen Zürich und Genf ein Testcenter einzuführen (mehr dazu lesen Sie hier).