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Faverges-See auf Plaine MorteFärbemittel kam wieder zum Vorschein

Das während zwei Wochen «verschwundene» Färbemittel im Faverges-See auf dem Plaine-Morte-Gletscher ist gefunden worden. Im Tal unten ist weiterhin Vorsicht geboten.

Auf dem Plaine-Morte-Gletscher wurden vergangene Woche Sondierbohrungen durchgefüht, um den Pegelstand des Wassers den Eiskanal entlang zu messen.
Auf dem Plaine-Morte-Gletscher wurden vergangene Woche Sondierbohrungen durchgefüht, um den Pegelstand des Wassers den Eiskanal entlang zu messen.
Foto: Bruno Petroni

Das Volumen des Faverges-Sees auf dem Plaine-Morte-Gletscher beläuft sich zurzeit relativ stabil auf rund 1,3 Millionen Kubikmeter Wasser – also 1,3 Milliarden Liter. «Zurzeit ist das im letzten Jahr erstellte Entwässerungssystem noch nicht angesprungen», hat die Schwellenkorporation Lenk am Montag mitgeteilt. Das zuständige Gremium – zusammengesetzt aus Fachleuten, kantonalen Fachstellen und Instanzen von Schwellenkorporation und Einwohnergemeinde – habe deshalb bereits letzte Woche entschieden, einen Maschineneinsatz vorzunehmen.

Am Samstag ist bei einer ersten Sondiergrabung nun ein grosser Teil des am 10. Juli eingebrachten Färbemittels gefunden und praktisch en bloc wieder entfernt worden. «Bei der Sondierung wurde auch festgestellt, dass die zähe Schneematschmasse auf dem Kanalgrund nur zögerlich von selbst in Gang kommt», heisst es weiter. Deshalb werde der Kanal nun auf einer Länge von rund 200 Metern bis auf eine Tiefe von circa 5 Metern vom Schnee befreit. Mit dieser Massnahme erhoffen sich die Verantwortlichen, den See kontrolliert in den Mikrotunnel abfliessen lassen zu können.

Weiterhin Vorsicht geboten

Ziel ist es, diese Arbeiten bis Mittwochabend fertigzustellen. Ein Ausbruch des Sees ist «trotz der Überwachungsmassnahmen nicht voraussehbar». Im Gebiet entlang des Trübbachs im Tierbergtäli und im Rezliberg sowie im weiteren Verlauf auch an der Simme ist daher erhöhte Vorsicht geboten. Von einem Aufenthalt in den Gewässern rät die Schwellenkorporation aufgrund der Flutwellengefahr dringend ab. Ebenso wird auf die Hinweisschilder verwiesen.