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Rakitics Versagen und ein nicht gegebener Penalty

Spanien besiegt das spielerisch gleichwertige Kroatien 1:0 und zieht zusammen mit dem gegen Irland siegreichen Italien in die Viertelfinals ein.

Viel Kampf, wenig Offensivaktionen: Spaniens David Silva im Zweikampf mit Kroatiens Ivan Strinic.
Viel Kampf, wenig Offensivaktionen: Spaniens David Silva im Zweikampf mit Kroatiens Ivan Strinic.
Reuters
Kroatien eines Penalty beraubt: Mario Mandzukic liegt nach einem Foul im Strafraum am Boden.
Kroatien eines Penalty beraubt: Mario Mandzukic liegt nach einem Foul im Strafraum am Boden.
Reuters
Machten trotz der dritten Niederlage stets tolle Stimmung: Die über 20'000 irischen Fans im Stadion von Posen.
Machten trotz der dritten Niederlage stets tolle Stimmung: Die über 20'000 irischen Fans im Stadion von Posen.
Reuters
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Es war kein souveräner Auftritt der Spanier. Das Kurzpassspiel, das den Welt- und Europameister im Guten wie im Schlechten auszeichnet, kam nie wie von den Iberern gewünscht zur Geltung. Deshalb behalfen sich die Iberer für ihre Verhältnisse sehr oft mit Weitschüssen – ohne Erfolg. Das Mittelfeld mit Xavi und Andres Iniesta als Dirigenten lief sich immer wieder in der hervorragend verteidigenden kroatischen Abwehr fest.

Doch die Kroaten verteidigten nicht nur stark, sie zeigten auch einige schöne Konterangriffe, den gefährlichsten nach einer knappen Stunde. Der Spielmacher Luka Modric fand mit einer herrlichen Flanke mit dem Aussenrist den ehemaligen Basler Ivan Rakitic. Dieser scheiterte aus guter Position mit seinem Kopfball an Spaniens Keeper Iker Casillas.

Erst als die Kroaten alles nach vorne warfen, konnten Spanien einen seiner Konter zum entscheidenden Treffer ummünzen. Jesus Navas traf in der 88. Minute. Die guten EM-Leistungen Kroatiens reichten deshalb nicht für den Vorstoss in die Viertelfinals, auch weil Italien seine Pflicht gegen Irland erfüllte. Bitter dürfte den Kroaten zudem aufliegen, dass in der 27. Minute der deutsche Schiedsrichter Wolfgang Stark ein klares Foul von Ramos im Strafraum an Mandzukic nicht gesehen hat.

Irland verliert nach grossem Fight

Italien, das auf jeden Fall einen Sieg benötigte, um in die Viertelfinals zu kommen, tat sich gegen die vierschrötigen Iren sehr schwer. Erst nach einer halben Stunde kam der vierfache Weltmeister besser ins Spiel. Die Italiener spielten gegen Irland in einer neuen Formation, denn Prandelli stellte von einer Dreier- auf eine klassischere Viererabwehr um und ersetzte im Sturm den streitbaren Mario Balotelli durch den disziplinierteren Antonio Di Natale.

Der Stürmer, der allerdings für die Erlösung sorgte, war nicht Di Natale, sondern Antonio Cassano. Der fast 30-Jährige von der AC Milan erzielte in der 35. Minute nach einem Eckball von Pirlo das 1:0 mit dem Kopf. Es war Cassanos zehnter Treffer im 32. Länderspiel. Und in der Schlussphase hatte auch noch Balotelli seinen ersten grossen Auftritt in diesem Turnier. Er schoss artistisch mit einer Direktabnahme das 2:0 (90.).

Die Italiener treffen damit am Sonntag in Donezk auf den Sieger der Gruppe D, die am Dienstag ausgespielt wird. Spanien spielt am Samstag in Kiew gegen den Zweiten der Gruppe D. Mögliche Gegner sind für beide Teams Frankreich, England und Co-Gastgeber Ukraine.

si/ot

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