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Wahlen Stadt BernEs wird ungemütlicher in der Wohlfühloase

Die Wählenden haben Berns Image als linke Hauptstadt der Schweiz bestätigt. Und doch: Die Zeiten rot-grüner Machtroutine dürften ablaufen. Gut so.

Versteht sich als neue Oppositionsführerin im rot-grünen Bern: Marianne Schild, Grünliberale.
Versteht sich als neue Oppositionsführerin im rot-grünen Bern: Marianne Schild, Grünliberale.
Foto: Keystone 

«Ready for Lead Opposition – bereit, die Oppositionsführung zu übernehmen», schrieb die grünliberale Stadtparlamentarierin Marianne Schild (36) diese Woche unter ihr Profilbild im Social-Media-Berufsnetzwerk Linkedin. Schild hatte darauf aspiriert, selber einen Sitz in der Stadtregierung zu übernehmen. Sie scheiterte – trotz gutem persönlichem Resultat – am altgedienten Panaschierkönig Reto Nause (CVP), ihrem Rivalen auf der Mitte-Liste.

Drei Megatrends

Nur ein paar Stunden nach ihrer Niederlage formulierte sie bereits den kämpferischen Halbsatz auf ihrem Social-Media-Profil. Schilds ambitionierte Ansage bringt am prägnantesten auf den Punkt, was mit der Stadt Bern am Wahlsonntag geschah: Die linke Dynastie in der Regierung, die seit 1992 immer unbehelligter agiert, wurde in landesweit einmaliger 4:1-Dominanz eindrücklich an der Macht bestätigt. Die Wählenden stutzten die vermeintlich selbstgerecht gewordene Rot-Grün-Mitte-Mehrheit kein bisschen zurück. Im Gegenteil.

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