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Podcast zum Schweizer Fussball«Es kann doch nicht sein, dass FCZ-Spieler Goldsteaks essen»

Wie können Schweizer Fussballer in den Ferien ihrem Club und der ganzen Liga schaden? Wer freut sich auf Vaduz? Wird jetzt Thun ganz chinesisch-amerikanisch? Antworten in unserem Fussball-Podcast.

Als ehemaliger Profi weiss Kay Voser, wie stark Fussballer das Image ihres Sports beeinflussen. Darum zeigt er sich in unserer jüngsten Sendung auch erschrocken darüber, dass er auf sozialen Medien auf Bilder gestossen ist, auf denen Spieler des FC Zürich mit Goldsteaks zu sehen sind. Diese gelten spätestens seit Franck Ribérys Biss ins Gold als Inbegriff der unter professionellen Fussballern grassierenden Dekadenz.

«Es kann doch nicht sein, dass FCZ-Spieler Goldsteaks essen», findet Voser. Gerade jetzt, da die Clubs der Super League um ihre Existenz fürchten und um Bundesgelder fast betteln müssen. «Ich will niemanden an den Pranger stellen», sagt Voser und behält die Namen der Goldsteak-Esser für sich: «Aber ich will die Spieler aufrütteln. Sie müssen wissen, dass ihr Lifestile in den sozialen Medien geteilt wird.»

Für ihn sind aber nicht nur die Fussballprofis in der Pflicht, sondern auch Clubs, Verband und gerade die Spielerberater: «Sie sollten einen jungen Fussballer sensibilisieren, der vielleicht gerade seinen ersten Vertrag unterzeichnet hat. Jemand muss ihm sagen, dass er sein Geld gut einteilen sollte.»

Ausserdem in unserer Sendung: Dominic Wuillemin vermutet, dass der Abstieg des FC Thun auch einen Wechsel der Eigentümer zur Folge haben könnte. Die chinesisch-amerikanischen Investoren, die bislang 20 Prozent der Aktien halten, sind laut ihm «nicht abgeneigt», Mehrheitsbesitzer zu werden: «Bislang sagten die Thuner immer, sie wollten nicht verkaufen. Aber wenn das am Ende die einzige Möglichkeit ist, um den Verein in der Challenge League abzusichern, könnte man den Verkauf wohl auch der Thuner Bevölkerung schmackhaft machen.»

Und schliesslich präsentieren wir das Traumteam der Saison, das unsere Hörerinnen und Hörer gewählt haben.

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3 Kommentare
    Peter Minder

    Das die Dekadenz im Profifussball weit verbreitet ist, ist nichts neues. Wenn es so wäre, wie die Clubs gebetsmühlenartig immer die gleichen Floskeln von sich geben, dass die meisten Spieler Normalverdiener sind, sähe es vermutlich etwas anders aus.