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LeserreaktionenEs ist verfehlt, über Ursachen zu spekulieren

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Die Schweiz schaut seit dem Fall in Isone auf die Grenadier-Ausbildungszentren.
Die Schweiz schaut seit dem Fall in Isone auf die Grenadier-Ausbildungszentren.
Foto: Philipp Schmidli / Yves Baumann (VBS/DDPS)

Zu «Grenadiere sollen bezeugen: ‹Bin nicht schikaniert worden›»

Es ist verfehlt, über Ursachen zu spekulieren

Ohne geringste Kenntnisse über die laufende ärztliche Untersuchung wird suggeriert, dass die Vorgesetzten eine Mitverantwortung am Tod des Rekruten tragen würden. Man bekommt den Eindruck, die Rekruten seien ständigem Druck und Stress ausgesetzt. In der Rekrutenschule in Isone solle es Sadisten und «Rekruten-Schleifer» unter dem Kader haben. Grenadiere sind die Elitesoldaten der Armee. Eingeteilt in diese Kampftruppe der Infanterie werden nur körperlich fitte und durchtrainierte Bewerber. Während der Ausbildungszeit werden an die Rekruten äusserst harte physische und psychische Anforderungen gestellt. Meines Wissens wird kein Dienstleistungspflichtiger in eine Grenadier-Rekrutenschule gezwungen. Viele Bewerber werden sogar zurückgewiesen wegen ungenügender körperlicher Verfassung. Deshalb ist es verfehlt, über Ursachen zum tragischen Tode eines jungen Rekruten zu spekulieren.

Hans Jörg Brönnimann, Unterseen-Interlaken

Zu «Ein sicherer Weg für Menschen und Frösche»

Man kann zu Recht von einem Highlight sprechen

Die Amphibien des Burgäschisees konnten bereits diesen Frühling von den neuen Unterführungen profitieren. Der Kreisoberingenieur Roger Schibler spricht zu Recht von einem «Highlight». Für ein gutes Projekt spricht, wenn man am Schluss nicht mehr weiss, wer die entscheidenden Ideen eingebracht hat. Die Amphibien-Unterführungen wurden in der Planungsphase vergessen. Auf die Eingabe eines Naturliebhabers an die zuständige Projektleitung des Kantons Bern wurde schnell reagiert, die erforderlichen Fachinstanzen beigezogen und das «Highlight» realisiert. Besten Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.

Bernhard Hasler, Oberönz

Zitat des Tages

«Für ein gutes Projekt spricht, wenn man am Schluss nicht mehr weiss, wer die
entscheidenden Ideen eingebracht hat.»

Bernhard Hasler, Oberönz
Zur Sanierung der Bernstrasse in der Nähe des Burgäschisees

Zu «Wegen Homeoffice: Novartis öffnet seinen Campus»

Homeoffice als Alternative zum Vaterschaftsurlaub?

Das ist eine sehr lobenswerte Aktion von Novartis. Warum ist das Homeoffice nach Corona nicht auch bei anderen grösseren Firmen in der ganzen Schweiz möglich? Alleine schon wegen der Familie. Könnte sich Homeoffice nicht auch zu einer Alternative zum Vaterschaftsurlaub entwickeln? Wäre dies nicht durchführbar, wenn auch bloss als Zwischenlösung?

Martin Fischer, Worb

Zu «FDP verlangt Marschhalt bei Parkplatzabbau»

Autofahrer und Fussgänger haben auch Bedürfnisse

Man könnte meinen, der «Breitsch» in der Stadt Bern bestünde nur aus Velofahrern, doch dem ist nicht so. Auch Autofahrer und Fussgänger haben Bedürfnisse. Dieses Vorschreiben, wie man sich fortzubewegen hat, geht klar zu weit. Ich habe nichts gegen Begegnungszonen, 30er-Zonen vor Schulen und einem gut funktionierenden, bezahlbaren ÖV, aber bitte nicht auf Kosten weiterer Parkplätze. Dies ist auch im Sinne vieler KMUs, denen durch Verkehrsschikanen und fehlenden Parkmöglichkeiten das Leben schwer gemacht wird. Denn gerade diese Firmen beleben den Breitenrain wirtschaftlich und sichern Arbeitsplätze. Vielmehr sollten Fussgängerstreifen sicherer gemacht und das gefährliche Konfliktgrün an der Winkelried-/Stauffacherstrasse beim Breitfeldschulhaus endlich aufgehoben werden.

Andrea Mordasini, Bern

Zu «Sieben unbequeme Fragen zu Corona»

An der wissenschaftlichen Front lernt man weiter

Gut, werden solche Fragen gestellt. Es freut mich auch, wie die Meinungen der Fachleute klar und ohne tendenziösen Einfluss weitervermittelt wurden. Die teils unterschiedlichen Antworten beweisen, dass man an der wissenschaftlichen Front noch am Lernen ist. Dabei kann das Volk auch mal Unsicherheit verspüren.

Hans Menzi, Thun