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50 Jahre FrauenstimmrechtEs gab viel Widerstand zu überwinden

Die Unterseenerin Margrit Schläppi-Brawand kämpfte für das Stimm- und Wahlrecht der Frauen. Sie war die erste Grossratspräsidentin des Kantons Bern.

Die Unterseener SP-Politikerin Margrit Schläppi-Brawand wird 1986 als Präsidentin des bernischen Grossen Rates vereidigt. Sie ist die erste Frau in diesem Amt.
Die Unterseener SP-Politikerin Margrit Schläppi-Brawand wird 1986 als Präsidentin des bernischen Grossen Rates vereidigt. Sie ist die erste Frau in diesem Amt.
PD/Archiv BO

«Heute wissen die Frauen gar nicht mehr, wie das war, als sie weder abstimmen noch für politische Ämter kandidieren konnten», sagt Margrit Schläppi-Brawand, die sich während vieler Jahre zusammen mit Gleichgesinnten für die Beseitigung der Ungerechtigkeit einsetzte. «Es war ein langer und zäher Kampf, der sich aber schliesslich lohnte», erzählt die Sozialdemokratin, die in drei Monaten ihren 96. Geburtstag feiern kann.

Politik am Küchentisch

Margrit Schläppi kam früh mit der Politik in Berührung. Ihr Vater Samuel Brawand (1898–2001) war Gemeinderat in Grindelwald, dann Grossrat, Regierungsrat und Nationalrat. «Bei uns am Küchentisch wurde politisiert, auch wir Kinder durften unsere Meinung sagen», erinnert sich die Tochter. Nach Abschluss des Seminars wurde Margrit Brawand 1946 an die Primarschule Unterseen gewählt.

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