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Interview mit Tatjana Haenni«Es braucht auch die Männer im Frauenfussball»

Frauen streben nach mehr Macht im Sport – doch der Weg ist oft verbaut. Warum er im Fussball besonders steinig ist, erklärt die Direktorin für Frauenfussball in der Schweiz.

Kämpfen um die EM-Qualifikation und Anerkennung: Das Schweizer Frauen-Nationalteam.
Kämpfen um die EM-Qualifikation und Anerkennung: Das Schweizer Frauen-Nationalteam.
Bild: Keystone/Peter Schneider

Gehen Sie gerne den Leuten auf die Nerven?

(lacht laut) Ich glaube nicht, dass ich das tue. Und wenn, dann liegt das Problem vermutlich nicht bei mir. Ich denke, ich bin ein umgänglicher Mensch.

Trotzdem könnten wir uns vorstellen, dass Sie hin und wieder beharrlich sein müssen, um beim Schweizerischen Fussballverband die Belange der Frauen zu vertreten.

Das hingegen ist richtig, ich würde das aber eher Hartnäckigkeit nennen. Die braucht es, wenn man Überzeugungsarbeit leisten muss, und manchmal ist es wichtig, die Leute zu ihrem Glück zu zwingen.

Warum tun und stehen dem SFV die Frauen gut?

Wenn Coca-Cola nur Coca-Cola produzieren würde, wäre das nicht eine so rentable Firma. Es gibt viele Leute, die trinken Cola nicht, weil es ihnen zu süss ist. Darum verkauft Coca-Cola auch Cola Zero, Wasser oder Orangensaft. Im Fussball ist das gleich. Wir haben mehrere Produkte, die wir anbieten können, und je mehr Fans, aktive Spielerinnen und Spieler wir haben, je mehr Menschen einem Verein beitreten oder treu bleiben, desto besser.

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