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Kommentar zur Berner GemeinderatswahlErneut eine bittere Niederlage für die Bürgerlichen

Die FDP und die SVP verpassen auch als Zweiergespann den Sprung in die Stadtregierung. Der Kommentar zu den Gemeinderatswahlen in der Stadt Bern.

Die Stadt Bern hat ihren Ruf als linkste Stadt der Schweiz bestätigt. Die bürgerlichen Parteien FDP und SVP erleben ein regelrechtes Waterloo. Vor vier Jahren – als sie getrennt antraten, erreichten sie 22 Prozent der Stimmen – jetzt beträgt ihr Wähleranteil noch 15 Prozent. Für sie war auch etwas Pech im Spiel, weil mit der Konzernverantwortungsinitiative eine eidgenössische Vorlage zur Abstimmung stand, die im rotgrünen Lager enorm mobilisiert hat.

Die beiden Parteien müssen sich aber auch grundsätzliche Fragen stellen. Sie erreichen offenbar mit ihrem Personal und ihren Themen nur noch einen immer kleiner werdenden Teil der Wählerschaft. Die FDP gilt in weiten Kreisen als zu unternehmensnah und elitär. Zudem hat sie in dieser Legislatur vor allem mit internen Streitereien auf sich aufmerksam gemacht. Für junge Liberale ist es heute vielversprechender, zu den trendigen Grünliberalen zu gehen. Die SVP hat auch ein Nachwuchsproblem. Das zeigt sich dran, dass sie mit ihrem alten Schlachtross Thomas Fuchs in den Wahlkampf zog.

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