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Er zeigte der Jury den Stinkefinger

Er fuhr rückwärts durchs Ziel und vergrub die Startnummer im Schnee: An den Olympischen Spielen 1992 sorgte Paul Accola für einen handfesten Skandal.

Ein Finger, der mehr sagt als 1000 Worte: Paul Accola protesiert über die miserablen Pistenbedingungen während der Olympia-Kombination.
Ein Finger, der mehr sagt als 1000 Worte: Paul Accola protesiert über die miserablen Pistenbedingungen während der Olympia-Kombination.
Foto: Sven Simon (imago)

Paul Accola schimpft am Telefon. Fast eine Stunde lang. Ein vernachlässigbarer Quatsch sei Olympia, alles Hasenfurz-Rennen, bei denen der Zufall regieren würde. Eine Veranstaltung, aus der Journalisten ein Theater machen würden. Und sowieso: Der Weltcup sei doch viel wichtiger.

Accola, mittlerweile 53, muss es wissen. Den Weltcup hat er 1991/92 dominiert, als grosse Figur reist er an die Spiele nach Albertville. In Savoyen ist der Bündner Mitfavorit. Im Slalom, Riesenslalom, Super-G, nach Platz 2 im Training sogar in der Abfahrt. Doch Accola stürzt einmal, wird Vierter, Sechster, Zehnter. Alles schön und gut und doch für die Katz. Am Fuss des Olympiaberges in Val d’Isère muffelt er Journalisten an, motzt über dieses und jenes, schmeisst seine Ski in den Tiefschnee.

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