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Mitholz im RampenlichtEr präsidiert bald ein Geisterdorf

Das Munitionsdepot Mitholz hat Gemeindepräsident Roman Lanz in den Kreis der Mächtigen katapultiert. Doch dieses Jahr wurde im Oberländer Dorf alles noch komplizierter.

Schwierige Aussichten: Gemeindepräsident Roman Lanz mit der Fluh des ehemaligen Munitionslagers im Hintergrund.
Schwierige Aussichten: Gemeindepräsident Roman Lanz mit der Fluh des ehemaligen Munitionslagers im Hintergrund.
Foto: Christian Pfander

Für Roman Lanz war der Lockdown im Frühling die erste positive Nachricht seit langem. «Ich konnte endlich einmal runterfahren und durchatmen», sagt der Gemeindepräsident von Kandergrund an einem kalten Dezembertag beim ehemaligen Schulhaus Mitholz. Der Grund für das Hamsterrad, in dem sich Lanz seit über zwei Jahren bewegt, befindet sich direkt gegenüber. Majestätisch thront dort jene Felswand, die seit Mitte 2018 die ganze Schweiz kennt.

Damals verkündete der Bundesrat, dass vom ehemaligen Munitionsdepot im Dorf noch immer eine grosse Explosionsgefahr ausgehe und dieses geräumt werden müsse. Einige Monate später folgte die nächste niederschmetternde Ankündigung: Um die Gefahr zu beseitigen, wird Mitholz für mindestens zehn Jahre zum Geisterdorf, die Bewohner müssen evakuiert werden.

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