C'est la vie

C’est la vie, so ist das Leben eben, wird sich der Journalist denken, der am Mittwochmorgen beim Spaziergang des portugiesischen Nationalteams Cristiano Ronaldo eine Frage stellen wollte...

fussball?Die EM-Achtelfinals stehen fest. Und Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien sowie England, die fünf Fussball­giganten Europas, sind alle in der gleichen Tableauhälfte. Das eröffnet Aussenseitern ungeahnte Möglichkeiten. Zum Beispiel der ambitionierten Schweiz.

fussball?Die EM-Achtelfinals stehen fest. Und Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien sowie England, die fünf Fussball­giganten Europas, sind alle in der gleichen Tableauhälfte. Das eröffnet Aussenseitern ungeahnte Möglichkeiten. Zum Beispiel der ambitionierten Schweiz.

(Bild: Keystone)

Dominic Wuillemin

...statt aber eine Antwort zu erhalten zusehen musste, wie der genervte Superstar ihm das Mikrofon aus der Hand riss und in den anliegenden See warf.

Oder die Journalisten, die sich mit Jogis #Hosengate, Pumas #Trikotgate oder Frankreichs #Rasengate befassen müssen. Oder die Mitarbeiter von ARD und ZDF, die im Privatjet an die Spiele der Deutschen reisen. Und nun in einen Shitstorm ­geraten sind.

Oder der Uefa-Medienverantwortliche, der Stephan Lichtsteiner vor dem Spiel gegen Albanien als «Lichtensteiner» ankündigte und böse Blicke des Schweizer Captains erntete. Oder der brasilianische Reporter, der den nordirischen Trainer Michael O’Neill fragte, was Brasilien von Nordirland lernen könne, und erstaunte Blicke seiner Berufskollegen erntete.

Oder der Albaner, der das 1:0 gegen Rumänien auf der Pressetribüne ausgiebig feierte, später in der Mixed Zone in eine Jubeltraube der Spieler geriet und sich noch später ein neues Hemd kaufen gehen musste.

Oder der deutsche Reporter, der den Stürmer Thomas Müller fragte: «Beim Golf gibt es ja das Handicap, was ist denn aktuell beim Fussball ihr Handicap?» Müller antworte: «Als Golfprofi hat man ja kein Handicap mehr. Das ist jetzt ein wenig dumm gelaufen für Sie.» Und dann vom Bayern-Spieler noch den Ratschlag erhielt, er solle doch beim nächsten Mal zuerst auf Wikipedia recherchieren.

Oder der deutsche Journalist, der die albanischen Spieler auf Englisch interviewte und beim Dritten bemerkte, dass ja fast alle Deutsch sprechen. Oder der rumänische Kollege, der bei der Medienkonferenz nach demselben Spiel dem Trainer Anghel Iordanescu eine harmlose Frage stellte und sich dann erst einmal anhören musste, dass er nichts vom Fussball verstehe.

Oder die zwei Schweizer Journalisten, die sich bei Plauschmätschli unter Kollegen in Montpellier verletzt haben. Beide sind mittlerweile aus Frankreich abgereist, während die Nationalmannschaft noch keine Ausfälle zu beklagen hat. C’est la vie, so ist das Leben eben.

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