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C'est la vie

Der Franzose neigt nicht zum Fussballfanatismus. Die Euro 2016 ist nun mal im Land, also beschäftigt man sich damit.

Aber ein Sommermärchen findet in Frankreich nicht statt, dazu ist die Wirtschaftslage zu ungemütlich. Streiks, Demonstrationen, Lohndebatten verun­sichern das Land, die politische Grosswetterlage ist stürmisch, die Terroranschläge vom letzten November in Paris haben die Menschen getroffen. Zudem laden Millionen von Bistros zum Verweilen, Diskutieren, Lachen ein. Bis lange in die Nacht. Und sowieso: Die EM beginnt ja jetzt erst richtig.

In «L’Equipe», der führenden Sportzeitung Europas, wurden seit Turnierbeginn dennoch jeden Tag mindestens dreissig Seiten zur Euro publiziert. Die Textbeiträge sind zuweilen brillant und die Kolumnisten renommiert, die Schlagzeilen aber reisserischer als früher. Im Journalismuszeitalter der Internetklicks wird vieles zugespitzt oder vereinfacht. Und am Freitag gehörten die ersten dreizehn Seiten ohnehin dem Rugby. Gestern fand das Endspiel des 124 Jahre alten Top-14-Wettbewerbs statt, wo sich die besten Rugbyteams des Landes messen. Es wurde erstmals im Ausland ausgetragen. Im Camp Nou in Barcelona.

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