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Saisonstart des SC LangenthalElos Ziel bleibt die National League

Eero Elo ist erfreut darüber, dass er aktuell in Langenthal spielen darf. Der Finne denkt, dass er trotz kurzer Vorbereitung bereit sein wird.

Eero Elo will beim SC Langenthal sicher nicht im Schatten stehen.
Eero Elo will beim SC Langenthal sicher nicht im Schatten stehen.
Foto: Marcel Bieri

Zwischen 2016 und 2019 hat er für die SCL Tigers pro Saison meist über 30 Punkte gesammelt. In der letzten Saison, als er vorübergehend erneut von den Emmentalern verpflichtet wurde, waren es sechs Tore in zehn Spielen. Nun ist er die grosse Attraktion im Langenthaler Schoren: Eero Elo hat am 21. September beim SC Langenthal einen für zwei Monate gültigen Vertrag unterschrieben und verstärkt die Mannschaft von Trainer Jeff Campbell. Dass die Erwartungen an ihn gross sind, weiss er, «und die will ich erfüllen», sagt er prompt. Auch er selbst erwarte nämlich von sich, Tore beizusteuern, dem Team zu helfen, indem er eine tragende Figur ist.

Aber: «Das hier ist keine Easy-League. Ich habe den Testmatch gegen Ajoie gespielt, und da wurde mir bestätigt, dass hier viele der Spieler problemlos auch in der National League auflaufen könnten.» Auch sei er sich deshalb bewusst, dass er sich erst an die neue Situation und die Swiss League gewöhnen müsse. Aber: «Ich bin jetzt gut zwei Wochen hier. Zum Saisonstart werde ich also bereit sein», sagt der Finne zuversichtlich.

Viele Spieler ohne Vertrag

Und genau das will er tun: «Ich bin überzeugt, dass wir ein Top-Drei-Team sein können», sagt Elo. Mit den SCL Tigers sei er an zwei Berner Cups erstmals im Stadion Schoren aufgelaufen. «Über Langenthal selbst wusste ich zwar noch nicht viel. Aber ich wollte in die Schweiz zurückkehren, weil es mir hier gefällt. Und diese Chance, hier beim SCL zu spielen, ist für mich ideal», sagt Elo.

Er habe nun sechs Monate auf ein Engagement gewartet und sei deshalb glücklich, überhaupt einen Arbeitgeber gefunden zu haben. «In der aktuellen Corona-Zeit gibt es viele Spieler, die gar keinen Vertrag haben. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass es für mich geklappt hat», sagt Elo. Er spiele lieber beim SC Langenthal, als untätig zu Hause in Finnland zu bleiben. Denn letztlich sei Eishockey auch sein Job, mit dem er seine Familie mit zwei Buben ernähren will.

Es kann noch viel passieren

Dass sein Ziel weiter die National League bleibt, ist nicht erstaunlich. Eero Elo sagt aber auch, dass er beim SCL bleiben würde, wenn sich keine andere Option ergeben wird. «In der aktuellen Zeit wissen wir noch viel weniger, was in zwei Monaten ist, als in anderen Jahren. Also kann bis dahin noch viel passieren», sagt er.

Er werde deshalb auch nicht zu viel darüber nachdenken und sich auf das Geschehen auf dem Eis konzentrieren. Und das heisst: Am Freitagabend um 19.46 Uhr (!), Saisonstart mit dem SC Langenthal gegen den EHC Winterthur. Die spezielle Anspielzeit weist auf das Jahr 1946 hin, in dem der Verein gegründet wurde. «Ein guter Start ist sehr wichtig», sagt der 30-Jährige. Das gelte einerseits für ihn, andererseits aber auch für die ganze Mannschaft. «Ich habe seit sechs Monaten nur noch mit Freunden aus Finnland Eishockey gespielt. Ich möchte so schnell wie möglich meine bestmögliche Leistung wieder erreichen.»

Dazu brauche es auch einen Flow, den man nur schwer erreichen könne, wenn man schon die ersten Spiele verliere. Dass der SCL und auch er deshalb unter Druck stünden, sei aber kein Problem. «Unter Druck spielt man meistens sowieso besser», sagt Elo.