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Schlagerette mit Linda Fäh«Einmal pro Woche jamme ich mit einem Gitarristen»

Linda Fäh.

Sie sind seit 2017 verheiratet. Warum klingt Ihre neue Single so sehr nach Hochzeit?

Der Song handelt von der grossen Liebe und will daran erinnern, dass es möglich ist, bis ans Lebensende mit demselben Menschen glücklich zu sein. Wegen der Corona-Krise mussten in den letzten Monaten viele Paare ihre Hochzeit absagen oder verschieben, auch in meinem Umfeld. Für mich wäre das wahnsinnig traurig gewesen, deshalb widme ich das Lied den Betroffenen. Und überhaupt allen Liebenden, die Ja sagen wollen – zur Liebe und zum Leben.

Wollten Sie immer schon heiraten?

Ich habe, ehrlich gesagt, immer davon geträumt. Aber man entwickelt sich ja im Laufe der Zeit und kann auch mal seine Meinung ändern. Ich hatte dann allerdings das Glück, einen Mann kennen zu lernen, der wie ich eine romantische Seite hat. Für uns war die Heirat wirklich ein Ja zu unserer Liebe – auch in Krisenzeiten.

Mit Krisenzeiten haben Sie wohl nicht an Corona gedacht.

Nein. Aber die Pandemie hat mir in der Tat gezeigt, wie wichtig die Liebe ist. Zu Freunden oder zum Partner. Mein Mann hat mich immer wieder darin bestärkt, dass ich weitermachen und positiv bleiben soll, so schwierig die Zeiten auch sind. Für mich ist mein Beruf aber auch meine allergrösste Leidenschaft. Wenn einem dieser Boden unter den Füssen weggezogen wird, dann ist das schon sehr schwierig und einschneidend.

Wie haben Sie die Zeit verbracht?

Ich bin ein Mensch, der immer Ziele vor Augen haben muss, um vorwärtszukommen. Klar habe ich zwischendurch einen Frust geschoben, ich habe die Zeit aber genutzt, um an einem neuen Album zu arbeiten und mich musikalisch weiterzuentwickeln. Seit ein paar Monaten spiele ich etwa wieder intensiver Gitarre. Einmal pro Woche jamme ich mit einem Gitarristen, und wir stellen ein Programm für Unplugged-Konzerte zusammen. Dieses Projekt gibt mir eine mega Perspektive. Ziel ist es, die Songs schon im Frühling oder Sommer vor einem kleinen Publikum zu spielen.