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Berner MusikfestivalEine musikalische Gestalt für Tektonik

Erdbeben und andere tektonische Verschiebungen bilden den thematischen Rahmen des Berner Musikfestivals von Anfang September.

Rund um das «Dies Irae» der Russin Galina Ustwolskaja hat Patricia Kopatchinskaja mit der Camerata Bern und Bern Vocal ein szenisches Konzertprogramm zusammengestellt.
Rund um das «Dies Irae» der Russin Galina Ustwolskaja hat Patricia Kopatchinskaja mit der Camerata Bern und Bern Vocal ein szenisches Konzertprogramm zusammengestellt.
Foto: zvg

Mit alter, neuer und experimenteller Musik, Installationen und Performances werden am Berner Musikfestival Verschiebungen, auch solche in der Gesellschaft und in den Künsten hörbar gemacht.

Betroffen von den Ereignissen in Fukushima hat sich der japanische Komponist Toshio Hosokawa mit Erdbeben und ihren Folgen auseinandergesetzt. Eine Auswahl seiner Kompositionen erklingen im Rahmen des Festivalprogramms, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten.

Das Londoner Arditti-Quartett gastiert während einer Woche in Bern. Es bestreitet das Eröffnungskonzert als Teil eines Kollektivensembles und zwei weitere Konzerte.

Mit der Konzertreihe «5vor12um6» reagiert das Kuratorium des Musikfestival auf die immer dringlicher werdenden Bedrohungen des Klimawandels, der tektonische, aber auch gesellschaftliche Bewegungen zur Folge hat. Komponisten und Wissenschaftler treffen sich zum Dialog und erforschen, wie mit künstlerischen Mitteln auf diese Verschiebungen reagiert werden kann.

Das Programm des Musikfestivals umfasst knapp 50 Konzerte, Performances, Gespräche und Vermittlungsangebote. Das Festival findet vom 2. bis 6. September in Bern statt, mit einem Covid-19-Schutzkonzept. Die maximale Besucherzahl an den verschiedenen Veranstaltungsorten ist tiefer als sonst. Zudem besteht eine Registrierungspflicht zwecks Contact Tracing.

www.musikfestivalbern.ch

SDA/mb