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Sport während Corona-ZeitenSo wird die Postfinance-Arena Corona-konform

In der Postfinance-Arena werden 3500 Sitzplätze auf der Stehrampe montiert. COO Rolf Bachmann hofft, dass sich die Änderungen nicht auf die Emotionen auswirken.

Vorher konnten auf der Rampe 10’000 Fans stehen, jetzt baut der SCB 3500 Sitzplätze.
Video: Keystone-SDA

Am 1. Oktober beginnt die neue Eishockeysaison unter verschärften Auflagen. In den Stadien sind nur noch Sitzplätze erlaubt. Viele Clubs passen deshalb ihre Spielstätten den neuen Anforderungen an: So verwandelt der SC Bern in diesen Tagen seinen Stehplatz-Sektor in einen Sektor mit Sitzplätzen. Statt gegen 10’000 Fans alleine auf der Stehrampe dürfen nach dem Umbau dort noch rund 3500 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz nehmen.

«Angst ist ein schlechter Ratgeber»

Der Umbau kostet zudem viel Geld. Rund eine halbe Million Franken investiere der Club in den Umbau und das Schutzkonzept, sagt SC Bern COO Rolf Bachmann. Lohnt sich diese Investition, wenn Coronafälle steigen und das Contact Tracing teilweise am Anschlag ist? Bachmann hat Respekt vor den steigenden Zahlen in der Schweiz, sagt er, Angst sei jedoch ein schlechter Ratgeber. «Wir hoffen, dass die Lust am Sport so gross ist, dass man versucht, sich etwas anzupassen.»

Was die Sitzplatzflicht mit dem Emotionen macht, weiss der SCB nicht. Zumindest nach einem Goal müssen die Fans aber nicht sitzen bleiben: «Ich wäre ein schlechter Sportfan wenn ich sagen würde, man darf bei einem Goal nicht aufstehen.» Aber danach gelte es wieder abzusitzen und die Maske aufzusetzen.

sda/jek