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Leser zeigen Ihre GärtenEin Wohnzimmer mitten im Grünen

In ihrem Garten in Lauterbrunnen trifft sich Margrit Graf gern mit ihrer Familie. Staubbachfall und Schneeberge bieten eine einmalige Kulisse.

Margrit Graf sitzt in ihrem «Wohnzimmer». Im Hintergrund donnert der Staubbach die Felswand hinab ins Lauterbrunnental.
Margrit Graf sitzt in ihrem «Wohnzimmer». Im Hintergrund donnert der Staubbach die Felswand hinab ins Lauterbrunnental.
Foto: Raphael Moser

Lauterbrunnen ist umgeben von berühmten Ausflugszielen. «Doch auch ohne Corona-Lockdown bleiben wir gern zu Hause», sagt Margrit Graf (56). Sie sitzt an ihrem Lieblingsplatz, wo sie gerne mit ihrem Mann Toni (61) einen Espresso trinkt und ihren Garten geniesst. Zu ihren Füssen plätschert ein Bächlein in einen Zierteich mit Seerosen, Lilien und Goldfischen. Auch Vögel und Fledermäuse kommen gern zum Trinken. «Einmal stand sogar ein Fischreiher im Teich.»

 Goldfische beleben den Teich.
Goldfische beleben den Teich.
Foto: Raphael Moser 

Der Bach fliesst durch eine Gartenlandschaft, in der sich Blumen und Gemüse, alpine Wildstauden und mediterrane Kulturpflanzen dekorativ mischen. Wilder Thymian, Bart- und Lichtnelken überziehen Stützmäuerchen mit Blüten in allen Rosa- und Rottönen. Im Saatbeet, in dem im Winter heikle Pflanzen eingeschlagen und im Frühling Salatsetzlinge gezogen werden, locken jetzt Himmelsleitern und Mohnblüten Bienen und Schmetterlinge an. Ein Rasen – mit freiem Blick auf Staubbach und Jungfrau und gesäumt von Lavendel und Buchs – setzt einen ruhigen grünen Kontrast. «Hier habe ich auch schon Yogastunden gegeben», erzählt die Yogalehrerin schmunzelnd.

Ein Kleiner Fuchs hat sich auf eine Bartnelke gesetzt.
Ein Kleiner Fuchs hat sich auf eine Bartnelke gesetzt.
Foto: Raphael Moser

Vor 15 Jahren habe sie den Plan für den Garten auf «Hüselipapier» gezeichnet, und ihr Mann Toni habe sie sofort bei der Umsetzung unterstützt. Nach einem eintägigen Baggereinsatz wurde der Garten über die Jahre in Handarbeit gestaltet – zuletzt auch ein kleiner Zen-Garten vor den Fenstern von einer der beiden Ferienwohnungen.

Der Zen-Garten. Ein Ort, der Ruhe und Kraft spendet.
Der Zen-Garten. Ein Ort, der Ruhe und Kraft spendet.
Foto: Raphael Moser

Die meisten Pflanzen hat Margrit Graf selbst gezogen. Und wenn etwas Neues keimt, schaut sie, was daraus wird. Viele Blumen sind auf diese Weise «zugeflogen». «Zum Teil gestalte ich den Garten, zum Teil gestaltet er sich selber», sagt die begeisterte Gärtnerin, die dieses Wechselspiel fasziniert beobachtet.

Das grüne Wohnzimmer der Familie Graf. Entstanden über viele Jahre mit viel Freude und Können.
Das grüne Wohnzimmer der Familie Graf. Entstanden über viele Jahre mit viel Freude und Können.
Foto: Raphael Moser

Schon immer spiegelte der Garten die Bedürfnisse der Familie: Zur Zeit von Margrit Grafs Eltern war es ein Nutzgarten, von dem noch prächtige alte Beerensträucher zeugen. Später wurde er zum «Wohnzimmer», in dem die Kinder spielten. Mittlerweile sind die vier Kinder erwachsen. Und auch heute ist es ein Ort, an dem sich die Familie trifft und daheim fühlt.

In der Rubrik «Meine Oase» präsentieren Leserinnen und Leser ihre mit viel Freude und Können gestalteten Terrassen und Gärten.