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Foto-Adventskalender, Tag 18Ein Wägelchen Holz

Es sind strube Zeiten. Und das Wetter ist mies. Hochnebel. – Hier ist das Müeti. Sie hat eine Tasche am Arm und drei oder vier Meter Schnur in der Hand. Die beiden Männer laden, so gut es geht, Holz auf ihr Wägelchen.
Viele andere warten mit dem Müeti (ganz hinten) und brauchen Holz zum Heizen. Die Vorräte seien knapp, heisst es, Holz wertvoll. Wer hat wohl all diese Wedele gemacht?
Kleinere und grössere Wagen wurden daheim vorbereitet und hergebracht. Wägelchen waren kein Spielzeug, wie das heute der Fall ist, sondern alltägliche Transportmittel.
Ein nagelneuer Wagen. Der Mann nimmt die Wedele nur mit einer Hand entgegen. Seltsam. Die Frau hat auch eine Schnur in der Hand.
Aber es gibt noch grössere und bessere Wagen. Und dafür gibt es richtige Stämmchen längs auf die Ladefläche.
Das Müeti haben wir fast vergessen. Endlich ist es an der Reihe, kramt ein Papier hervor. Nicht alle Menschen werden mit demselben Respekt behandelt. Der Mann ist ungeduldig und will rasch den Zettel. Die Männer warten.
Das Müeti hilft beim Laden. Es scheint, als ob es vom Gewicht des Holzes und der Kraft der Männer einfach weggedrückt würde. Aber jetzt sieht man die Tasche gut.
Noch etwas mehr Holz. Die Männer meinen es eigentlich gut. Für wie lange das wohl reicht?
Da bleibt das Wägelchen, kaum einen Meter weiter, bockstill stehen und macht keinen Wank mehr. Und immer ist das Täschchen am Arm. Woher das wohl kommt?
Da kann das Müeti machen, was es will, das Wägelchen rührt sich nicht vom Fleck.
Das muss doch gehen, verflixt noch mal. Aber es geht nicht mehr. Oft fehlt dem Menschen die Einsicht in die eigene Schwäche.
Doch dann kam Hilfe. Das Holz ist auf einen rechten Wagen umgeladen. Das Müeti ist etwas «tuuch» und macht sich davon. Man darf annehmen, das Täschchen baumelt immer noch an seinem Arm.