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Interview mit Berner Forscherinnen«Durch Spitzenmedizin dauert das Sterben immer länger»

Früher gehörte der Tod zum Alltag, heute haben wir verlernt, darüber zu sprechen. Zwei Berner Professorinnen wollen nun neu definieren, wie man stirbt.

Wie übers Sterben sprechen? Diese Frage beschäftigt die Forscherinnen Eva Soom und Corina Caduff.
Wie übers Sterben sprechen? Diese Frage beschäftigt die Forscherinnen Eva Soom und Corina Caduff.
Foto: Christian Pfander

Das Wohlbefinden unheilbar kranker Menschen an ihrem Lebensende steigern – das ist das Ziel Ihrer Forschung. Welche Mängel gibt es aktuell bei der Palliative Care?

Corina Caduff: Palliative-Care-Stationen sind zunehmend in Spitälern untergebracht. Natürlich ist in diesen Stationen medizinische Infrastruktur notwendig. Doch Sterbende haben darüber hinaus Bedürfnisse, die ein Spitalzimmer nicht unbedingt bieten kann, zum Beispiel schön gestaltete Räume. Wer ein Bein gebrochen hat, muss nicht in einem fantastisch designten Zimmer liegen. Die Befindlichkeit im Sterbeprozess ist aber eine andere.

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