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Wacker am TiefpunktDunkle Wolken über der Lachenhalle

Von der Baisse in die Krise: Die 2. Hälfte in Aarau ist etwas vom Schlechtesten, was die Thuner Handballer in der Ära von Coach Martin Rubin zeigen.

Niedergeschlagen: Die Thuner verarbeiten gegenwärtig Niederlage um Niederlage.
Niedergeschlagen: Die Thuner verarbeiten gegenwärtig Niederlage um Niederlage.
Archivfoto: Markus Grunder

Es war eine Demontage und zumindest im Ansatz so was wie Selbstaufgabe. Wackers zweite Hälfte am Sonntagabend in Aarau: Sie glich einem Hilfeschrei. In jeder Beziehung ungenügend war, was die Thuner nach der Pause darboten. 15:24 verloren sie gegen Suhr nach passablem ersten Durchgang (9:11). Keinen einzigen Treffer erzielten die Berner Oberländer in den ersten 10 Minuten nach dem Seitenwechsel. Sie scheiterten nun noch öfter am Keeper: zunächst an Dragan Marjanac, später an Leonard Grazioli. Die Abschlussschwäche belegte die in diesem Ausmass alarmierende Verunsicherung.

Derlei Vorträge sind auch schon mit höheren Niederlagen bestraft worden. Das Glück des Teams von Martin Rubin war, dass die Aargauer keineswegs besonders stark waren, anders als beim 14:29 zu Beginn der Saison an selber Stätte.

Weitere Ausfälle

Der Vorsprung auf das achtklassierte Basel schrumpft. Die Nordwestschweizer liegen bloss noch einen Punkt hinter dem zweimaligen Meister, der 2021 sämtliche Partien verloren hat. Er droht im Playoff auf den Qualifikationssieger zu treffen.

Das Eis wird dünn, die Personaldecke ist es längst. Damien Guignet konnte nicht spielen; er hatte sich in der Partie davor verletzt. Und Luca Linder fiel im Verlauf der ersten Hälfte aus. Die Dinge könnten für Wacker schlechter nicht laufen.

1 Kommentar
    Mark Engelberg

    Unverständlich, wie die "Starspieler" angesichts dieser Situation immer noch diese Arroganz an den Tag legen. Frühere Stationen in der Laufbahn und bereits Erreichtes machen keinem Gegner mehr Angst.