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Kostenlos und anonym«Drug Checking» neu auch in Biel

Mitte Oktober lanciert die Stiftung Contact ein zweites Drogen-Testangebot im Kanton Bern. Partydrogen und andere Substanzen werden analysiert, um Überdosen zu verhindern.

Jeden zweiten Dienstagabend können Partypillen anonym getestet werden lassen.
Jeden zweiten Dienstagabend können Partypillen anonym getestet werden lassen.
Foto: Archiv/André Albrecht

Ab Mitte Oktober können auch in Biel Partypillen und andere psychoaktive Substanzen vor dem Konsum anonym getestet werden. Die Stiftung Contact bietet das «Drug Checking» nach Bern neu auch im Seeland an.

Mit dem ambulanten Testangebot sollen Überdosierungen verhindert und erwachsene Partygänger auf Risiken von gefährlichem Mischkonsum sensibilisiert werden, wie Contact am Donnerstag mitteilte. Angeboten wird das «Drug Checking» jeden zweiten Dienstagabend von 18 bis 20 Uhr in den Räumlichkeiten von Contact an der Alfred-Aebi-Strasse 82 in Biel.

Während der Öffnungszeiten stehen zwei Sozialarbeitende für die Beratung zur Verfügung. In jedem Beratungsgespräch werde erklärt, dass es «keinen Konsum ohne Risiko gibt» und dass das Analyseresultat keine Unbedenklichkeitserklärung darstelle, heisst es in der Mitteilung weiter.

Resultat drei Tage später

Wer sich trotzdem für den Konsum entscheide, werde auf zusätzliche Risiken wie Falschdeklarationen, hochpotente Substanzen oder gesundheitsgefährdende Streckmittel hingewiesen. Das Test-Angebot ist kostenlos und anonym. Die Konsumenten erhalten einen Code zugeteilt und können das Resultat am Freitag der gleichen Woche vor dem Partygang abfragen.

In der Stadt Bern besteht das Angebot seit 2014. Ab Oktober zieht das «Drug Checking» von der Speichergasse ins Contact-Haus an der Monbijoustrasse 70 um. Die Öffnungszeiten bleiben gleich: jeden Mittwochabend von 18 bis 20 Uhr.

http://drugcheck.raveitsafe.ch/

SDA/mb

1 Kommentar
    Josef Hofstetter

    Was heisst das, Werbung für Drogen, problemlos, die können ja kontrolliert werden. Warum macht man nicht mehr für Drogenabstinenz, Es wird vermutlich immer noch oder immer mehr Geld verdient mit dem Drogenhandel, dabei scheint es den Behörden egal zu sein, dass viele ihr ganzes Leben damit ruinieren