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Twitter will Politikern auf die Finger schauen

Verstossen Nachrichten gegen die Regeln, werden sie künftig ausgebremst. Das könnte auch US-Präsident Donald Trump treffen.

Donald Trump hat auf Twitter 61 Millionen Abonnenten. (27. Juni 2019) Bild: J. David Ake/AP/Keystone
Donald Trump hat auf Twitter 61 Millionen Abonnenten. (27. Juni 2019) Bild: J. David Ake/AP/Keystone

Twitter will verstärkt gegen Politiker vorgehen, die gegen die Verhaltensregeln der Plattform verstossen. Tweets, die «im öffentlichen Interessen» seien, würden zwar auch im Fall von Regelverstössen weiterhin veröffentlicht, allerdings mit einem Hinweis.

Das teilte das US-Unternehmen am Donnerstag in einem Blog-Eintrag mit. Twitter will zudem seine Algorithmen überarbeiten, damit solche Kurzbotschaften eine geringere Reichweite haben und von weniger Menschen gelesen werden.

In der Vergangenheit seien Tweets, die etwa zu Gewalt aufriefen, nicht gelöscht worden, wenn sie im öffentlichen Interesse gewesen seien. «Aber es war nicht klar, in welchen Fällen wir uns dafür entschieden haben und warum», heisst es in dem Eintrag.

Der neue Hinweis solle nun «zusätzliche Klarheit» schaffen. Die Massnahme gilt demnach für die verifizierten Portale politischer Kandidaten und Regierungsvertreter mit mehr als 100'000 Abonnenten.

Trump: Zensur zugunsten der Demokraten

Die Neuerung könnte auch US-Präsident Donald Trump treffen, der seine Stellungnahmen zu aktuellen Themen bevorzugt über den Kurzbotschaftendienst abgibt und dort 61 Millionen Abonnenten hat. Kritiker warfen ihm wiederholt vor, mit seinen Beiträgen gegen die Nutzungsbedingungen von Twitter zu verstossen.

Twitter und andere Internetdienste stehen zunehmend unter Druck, gegen Hass im Netz und die Verbreitung extremistischer Propaganda vorzugehen. Trump und seine Anhänger sind der Ansicht, dass das striktere Vorgehen der Unternehmen auch konservative Stimmen zum Schweigen gebracht habe. Am Mittwoch warf Trump Twitter zum wiederholten Male Zensur zugunsten der US-Demokraten vor.

SDA/oli

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