Mehr Werbung, mehr Platz für Bilder und Videos

Das ist das neue Facebook: Firmenchef Mark Zuckerberg träumt von der «besten personalisierten Zeitung der Welt».

Stellte die aufpolierte Version vor: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Stellte die aufpolierte Version vor: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

(Bild: Reuters)

Nutzer des sozialen Online-Netzwerks Facebook erwartet eine aufpolierte Version des Newsfeed, in dem die Statusmeldungen von Freunden sowie andere Neuigkeiten angezeigt werden.

Die Informationen sollen auf der Startseite von Facebook künftig weniger gedrungen und mit grösseren Fotos präsentiert werden. Unternehmenschef Mark Zuckerberg sagte bei der Vorstellung des neuen Designs, der Newsfeed von Facebook werde sich zu einer «personalisierten Zeitung» weiterentwickeln.

Änderungen kommen «sehr langsam»

In den Strom an Neuigkeiten sollen den Angaben zufolge vorausgewählte Botschaften und Bilder aus dem persönlichen Umfeld ebenso einfliessen wie eine Übersicht der wichtigsten Nachrichten des Tages. Wie bei einer Tageszeitung werde es dabei eine «Titelseite» geben, auf der die Topnews stünden, sagte Zuckerberg. Nutzer könnten dann in einzelne Geschichten und Themen, die sie besonders interessieren, tiefer einsteigen.

Das neue Design der Facebook-Seite soll auf Computern, Smartphones und Tablets gleichermassen angezeigt werden. Die Änderungen würden «sehr langsam» in den kommenden Wochen umgesetzt, sagte Zuckerberg.

Bezahlte Facebook-Einträge

Facebook versucht einen schwierigen Spagat: Das Unternehmen muss Geld mit Werbung verdienen, kann es sich aber auch nicht leisten, seine Nutzer zu verärgern. Auslöser für den Umbau des Newsfeeds ist letztlich das Abwandern der Facebook-Mitglieder auf Smartphone und Tablets. Auf dem grossen Computer-Display ist es kein Problem, irgendwo am Rand Werbung einzublenden, ohne dass die Nutzer sich davon gestört fühlen.

Auf den kleineren Bildschirmen der mobilen Geräte müssen die Anzeigen aber direkt in den Nachrichtenstrom integriert werden. Dazu gehören zum Beispiel auch bezahlte Facebook-Einträge. Facebook verkündete bereits, dass Nutzer solche Werbung häufiger anklicken. Deshalb macht sie sich inzwischen auch in der Desktop-Version breit.

wid/afp/sda

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