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Facebook entschuldigt sich für Entfernen von Kriegs-Foto

Das berühmte Foto des «Napalm-Mädchens» hat Facebook vor ein paar Tagen wieder online gestellt. Jetzt folgt eine Entschuldigung – und ein Dank an Norwegens Regierungschefin.

«The Terror of War»: Die 9-jährige Kim Phuc flüchtet vor Napalmangriffen während des Vietnamkriegs. (8. Juni 1972)
«The Terror of War»: Die 9-jährige Kim Phuc flüchtet vor Napalmangriffen während des Vietnamkriegs. (8. Juni 1972)
Keystone/AP/Nick Ut

Das soziale Netzwerk mache nicht immer alles richtig, schrieb Facebook-Topmanagerin Sheryl Sandberg in einem Brief an die norwegische Regierungschefin Erna Solberg.

Das US-Unternehmen hatte das mit einem Pulitzerpreis gewürdigte Foto eines nackten, schreienden und vor einem Napalm-Angriff wegrennenden Mädchens aus dem Jahr 1972 im August von der Facebook-Seite eines norwegischen Autors entfernt. Als Begründung gab es an, dass das Bild gegen die Regeln von Facebook zur Darstellung von Nacktheit verstosse.

Facebook dankt Norwegens Regierungschefin

Aus Protest stellten daraufhin viele andere Menschen das von AP-Fotograf Nick Ut aufgenommene Bild ebenfalls auf ihre Facebook-Seite, darunter auch Ministerpräsidentin Solberg. Zunächst entfernte Facebook auch all diese Fotos und erklärte zur Begründung, es sei schwierig, ein Foto eines nackten Kindes in diesem Fall zu erlauben und in anderen Fällen nicht. Am Freitag kam dann die Kehrtwende: Das Unternehmen erklärte, es erlaube das Verbreiten des Fotos «wegen seines Status als ikonisches Bild von historischer Bedeutung».

In ihrem Brief lobte Sandberg, dass Solberg wichtige Fragen zu der anfänglichen Entscheidung von Facebook aufgeworfen habe. Ihr Unternehmen müsse weltweit geltende Standards einhalten, habe aber auch aus dem Fehler gelernt. Wie seine skandinavischen Nachbarn ist Norwegen stolz auf seine ausgeprägte Meinungsfreiheit.

SDA/pat

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