Zum Hauptinhalt springen

«Facebook & Co. bestärken die eigene Sicht der Dinge»

Antisemitische Kommentare, Fotos von Opfern: Der Gaza-Konflikt eskaliert auch online. Feindselige Haltungen würden durch soziale Netzwerke tendenziell verstärkt, sagt Matthias Hofer, Medienpsychologe an der Uni Zürich.

In den sozialen Medien werden Meinungen oft nicht ausgetauscht, sondern zementiert.
In den sozialen Medien werden Meinungen oft nicht ausgetauscht, sondern zementiert.
Screenshot

Herr Hofer, sind Fotos und Kommentare, die in den sozialen Netzwerken zum Gaza-Konflikt gepostet werden, eine neue Art von Kriegspropaganda? Matthias Hofer: Durchaus. Wenn Israelis oder Palästinenser Beweisfotos von Toten oder zerstörten Häusern und Kommentare posten, dann stellen sie jeweils nur die eigene Seite dar. Die Informationen sind einseitig und tendenziös. Das ist aber auf Social Media der Normalfall. Die meisten verbreiten nur Meinungen, die ihren Werten und Sichtweisen entsprechen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.