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Wie bringe ich die LP auf den MP3-Player?

Schallplatten und Kassetten füllten früher oft ganze Regale in Schweizer Wohnzimmern. Wir zeigen, ob und wann sich das Digitalisieren von Schallplatten und Kassetten lohnt.

Einige Plattenspieler können Musik und Hörspiele direkt auf eine CD brennen oder auf einen USB-Speicherstick kopieren.
Einige Plattenspieler können Musik und Hörspiele direkt auf eine CD brennen oder auf einen USB-Speicherstick kopieren.

Grundsätzlich ist digitale Musik häufig praktischer: Sie lässt sich auf einem kleinen Musikspieler überall mit hinnehmen und per Kopfhörer, über das Autoradio oder die Stereoanlage hören. Die Qualität digitaler Musik nimmt mit der Zeit im Allgemeinen nicht ab, während Kassetten irgendwann zu leiern beginnen und auch Schallplatten empfindlich sind. Die wichtigsten Punkte:

1. Welche Geräte benötige ich zum Digitalisieren von Musik?

Für das Digitalisieren bieten sich verschiedene Wege an: Einige Platten- und Kassettenspieler können Musik und Hörspiele direkt auf eine CD brennen oder auf einen USB-Speicherstick kopieren. Andere Geräte müssen an einen Computer angeschlossen werden. Wenn am alten Plattenspieler die richtigen Aus- und am PC die richten Eingänge vorhanden sind, lassen sich die Geräte auch ohne neue Technik direkt mit einem Kabel verbinden. Ebenfalls angeboten werden Geräte, die sich zwischen das alte Gerät und den Rechner schalten lassen und das Digitalisieren vereinfachen.

2. Benötige ich immer auch einen Computer?

Im Prinzip nein, denn einige Geräte zum Digitalisieren können direkt auf CD brennen. Auf dem Computer lässt sich die Musik aber nachbearbeiten: Das macht es vor allem möglich, Störungen wie das Knistern und Knacken von Platten oder das Rauschen von Kassetten zu entfernen. Teils müssen die einzelnen Lieder oder Sätze eines klassischen Werkes auch noch per Hand getrennt werden - denn das klappt automatisch nicht immer. Auch lässt sich die Digitalmusik mit Programmen zur Musikverwaltung mit sogenannten Metadaten versehen. Diese enthalten etwa Angaben zum Interpreten, Titel und Musikgenre. Im besten Fall können die Programme das automatisch. Sie helfen auch dem Computer oder Musikspieler dabei, die Musik zu sortieren und zu filtern.

3. Leidet die Qualität unter der Konvertierung?

Die Qualität der digitalisierten Musik war nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest bei den meisten Geräten «gut», ein Plattenspieler zur Digitalisierung fiel aber auch durch. Direkt nach dem Digitalisieren enthält die Musik noch die Störgeräusche von der Schallplatte oder der Kassette. Die automatische Nachbearbeitung der meist mit den Digitalisierungsgeräten mitgelieferten Computerprogramme überzeugte die Stiftung Warentest meist nicht: Die Aufnahmen klangen danach dumpf. Besser sind demnach die Möglichkeiten zur manuellen Einstellung. Oder das Knistern wird einfach weiter in Kauf genommen.

4. Wie lange dauert das Digitalisieren - und lohnt es sich?

Das Digitalisieren von Kassetten und Schallplatten dauert lange: Das Umwandeln selbst dauert bereits solange wie das Abspielen der Musik oder des Hörspiels. Danach ist es unter Umständen noch notwendig, die Aufnahme in die einzelnen Titel zu unterteilen, Störgeräusche zu entfernen, die Daten korrekt zu benennen und Metadaten zu bearbeiten. Angesichts dieses Aufwands muss sich jeder überlegen, ob es nicht einfacher ist, die Musik neu zu kaufen - im Internet oder auf CD.

5. Kann ich das Digitalisieren auch von einer Firma erledigen lassen?

Es gibt auch Firmen, die das Digitalisieren von Schallplatten übernehmen. Stiftung Warentest testete zwei dieser Dienste - und war mit dem Ergebnis zufrieden. Die besseren Ergebnisse lieferte aber der deutlich teurere Dienst - fällig waren über 30 Franken pro Schallplatte. Auch wenn viele Dienste Mengenrabatte bieten, sollten Musikliebhaber auf diese Weise daher wohl möglichst nur ihre absoluten Schätze digitalisieren.

AFP/rek

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