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Weltneuheit aus der Schweiz: Standbykiller

Strom für 100 bis 200 Franken pro Jahr frisst ein Fernseher im Standby-Betrieb. Mit einem Klick schaltet der Standbykiller Elektrogeräte ab.

Der Standbykiller spart Strom und damit Geld. Hier zu sehen ist das funkgesteuerte Anzeigegerät.
Der Standbykiller spart Strom und damit Geld. Hier zu sehen ist das funkgesteuerte Anzeigegerät.
pd

Das Gerätchen wurde von den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) für rund zwei Millionen Franken als «Weltneuheit» entwickelt, wie EKZ-Chef Urs Rengel gestern an der Präsentation im Hauptbahnhof Zürich sagte. Das Besondere am zweiteiligen Standbykiller ist die Kombination von zwei Funktionen: Er misst den Stromverbrauch von elektrischen Geräten und schaltet sie mit einem sanften Daumendruck auf die Oberfläche aus. Das Messgerät wird zwischen Steckdose und Gerät geschaltet. Ein mit Solarstrom betriebenes Anzeigegerät, das wie eine handtellergrosse Pille ausschaut, kommuniziert über Funk mit dem Messgerät und kann irgendwo im Zimmer aufgestellt werden. Test im Büro: Computer, Monitor, Ständerlampe und Kleinfernseher, geschaltet über eine Kabelschiene, verbrauchen im Standbybetrieb 100 Watt. Pro Jahr sind das 876 Kilowattstunden; bei einem Preis von 20 Rappen kostet das allein für den Standby-Betrieb 175 Franken pro Jahr. In ähnlichen Grössenordnungen verhält es sich mit Fotokopierern oder Kaffeemaschinen – je nach Grösse und Alter. Ungeeignet ist der Standbykiller für Geräte mit einer Uhr, etwa Videorecorder oder Radiowecker.

In einem Schweizer Haushalt stehen etwa 20 Elektrogeräte. Gemäss Schätzungen der EKZ werden in der Schweiz durch unnützen Standbybetrieb zwei Milliarden Kilowattstunden verschwendet – fast der Strombedarf der Stadt Zürich. Die gleiche Funktion wie der Standbykiller erfüllt auch eine Kabelschiene mit Schalter. Der grosse Vorteil der «Killerpille» ist jedoch die Strommessfunktion, die auf spielerische Art Stromfresser sichtbar macht.

Hoffnung auf Lizenzen im Ausland

Der Standbykiller ist vorderhand nur in den EKZ-Filialen erhältlich. «Wir sind gerne bereit, mit anderen Elektrizitätswerken oder Grossverteilern zu verhandeln», sagt EKZ-Chef Urs Rengel. Bereits würden auch Lizenzdiskussionen mit ausländischen Werken oder Grossverteilern geführt. Die EKZ erhoffen sich damit höhere Stückzahlen und eine Senkung der Herstellungskosten von rund 80 Franken.

Der Standbykiller kostet heute und morgen Samstag in allen Eltop-Filialen der EKZ Fr. 24.50, ab Montag 49 Franken.

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