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Welche elektronischen Geräte Europäer lieben

Konsumenten kaufen europaweit jährlich mehr Unterhaltungselektronik. Besonders ein Produkt hat es ihnen angetan.

Zahlreiche Neuheiten und die immer bessere Qualität der Geräte lassen die Verbraucher für Unterhaltungselektronik immer tiefer in die Tasche greifen. Europaweit sei der Umsatz mit Fernsehern, Handys, DVD-Playern und Co. im ersten Halbjahr um 4,6 Prozent auf 22,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Nürnberger Marktforscher GfK am Mittwoch mit. Für das Gesamtjahr wird ein Anstieg um 3 Prozent erwartet.

Wachstumsmotoren waren laut GfK neben Deutschland und Skandinavien vor allem Italien und Spanien. Eher verhalten hätten sich dagegen mit jeweils nur 3 Prozent Plus die Absatzmärkte in Frankreich und Grossbritannien entwickelt.

Besonders begehrt: LCD-Fernseher

Rückenwind habe die Branche im ersten Halbjahr vor allem im Bereich Fernsehgeräte durch die Fussball-WM bekommen, sagte GfK-Forscher Jürgen Boyny. Für das Gesamtjahr rechnet er in diesem Segment weltweit mit 252 Millionen verkauften Geräte und einem Umsatz von 110 Milliarden Euro. Das wäre ein Plus um jeweils 6 Prozent im Vergleich zu 2009.

Besonders begehrt seien LCD-Fernseher: Hier gehen die Marktforscher von einem europaweiten Absatzplus von 10 Prozent auf 59 Millionen Stück aus. «Der Trend geht bei Flachbildschirmgeräten zu immer grösseren Bildflächen, zu besserer Bildqualität und mehreren Geräten pro Haushalt», erklärt Boyny.

Blu-ray Technik auf dem Vormarsch

Im Segment der DVD-Player und -Recorder sind Geräte mit Blu-ray-Technik weiter auf dem Vormarsch. Sie machten bei einem um 8 Prozent rückläufigen Umsatz im gesamten DVD-Markt bereits ein Drittel des Umsatzes aus. Für das Gesamtjahr rechnet die GfK mit 3,8 Millionen verkauften Blu-ray-Geräten und damit 150 Prozent mehr als noch vor einem Jahr in Europa. Durch Zusatzfunktionen wie 3D-Technik oder eingebaute Festplatte seien diese Geräte im Juni mit einem Preis von 179 Euro zwar erheblich billiger geworden als noch vor einem Jahr, allerdings um 3 Prozent teurer als noch im Januar, erklärt Boyny.

Einbussen verzeichnete im ersten Halbjahr der Bereich Camcorder. Sowohl die Zahl der verkauften Geräte als auch der Umsatz gingen um 14 Prozent zurück. Während die Zahl der verkauften tragbaren Audiogeräte wie mp3- und mp4-Player im ersten Halbjahr um 12 Prozent sank, erfreuten sich mp4-Player mit Touchscreen grosser Beliebtheit. Davon wurden laut GfK im Vergleich zum Vorjahr 57 Prozent mehr verkauft.

In Hifi- und Home-Cinema-Anlagen investierten die Verbraucher europaweit 4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, während gleichzeitig die Zahl der verkauften Produkte um zwei Prozent sank. «Die Verbraucher sind demnach durchaus bereit, für eine exzellente Ausrüstung im Wohnzimmer mehr Geld auszugeben», erklärt Boyny.

dapd/oku

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