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Palm bringt Fangemeinde auf die Palme

Der kalifornische Taschencomputer- und Smartphone-Hersteller geht rechtlich gegen Internetseiten seiner eigenen Fangemeinde vor.

Der Firmenname Palm steht für handliche Computer, die man in den meisten Fällen mit einem Plastikstift bedient, indem man direkt auf den Bildschirm drückt und schreibt. Sie werden zum Beispiel als elektronischer Terminkalender, Adress- und Notizbuch verwendet.

Eingeschüchterte Basis

Vor drei Jahren startete ein Fan von Palm das Projekt PalmWiki. Jetzt fordert das US-Unternehmen die Umbenennung der Online-Plattform, die nichts anderes als ein Forum für Palmanhänger darstsellt. PalmWiki hat das Palmlogo nun vorsorgliclh von seiner Website entfernt.

Die Palm-Juristen intervenieren nicht zum ersten Mal gegen Interseiten, die den Firmennamen Palm in ihrer Bezeichnung tragen oder das Palm-Logo auf ihrer Website verwenden. So musste sich vor zwei Monaten das Portal palmpowerups.com nach einer schriftlichen Mahnung der IT-Firma umbenennen. Golem.de schreibt, dass Palm bereits 2001 mehrere Fanprojekte unter die Lupe nahm.

Die Palm-Gemeinde reagiert empört auf die jüngste Abmahnwelle (siehe Linkhinweis). Ein Nutzer etwa schreibt: «Einen Laden, der sich derart effektiv von seiner bisherigen Userbasis verabschieden will, sollte man in seinem Bestreben, zu einem unbedeutenden Bastelschuppen zu werden, nicht aufhalten.»

Es lief auch schon besser

In der Tat ist das Vorgehen angesichts der schlecht laufenden Geschäfte unverständlich. Mitte September musste das kalifornische Unternehmen den fünften Quartalsverlust in Folge bekannt geben und dämpfte die Aussicht auf baldige Besserung. Laut einem Bericht der «Financial Times» sank der Marktanteil bei Smartphones im zweiten Quartal Im Heimatmarkt USA (wo Palm 90 Prozent seines Umsatzes macht) deutlich. Er soll nur noch 10,8 Prozent betragen haben, gegenüber 13,4 Prozent zu Beginn des Jahres. Palm war bis vor einigen Jahren vor allem für Taschencomputer (PDAs) bekannt, erzielt aber mittlerweile mehr als 90 Prozent seines Umsatzes mit Smartphones.

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