Super-Mario ist knapp bei Kasse

Dem japanischen Computerspielkonzern Nintendo geht es schlecht. Das Pokemon-Unternehmen leidet unter dem starken Yen und einem herben Einbruch im Hard- und Softwaregeschäft.

Fassunglos: Der Spielgigant hat das erste negative Halbjahresergebnis seit sieben Jahren eingefahren.

Fassunglos: Der Spielgigant hat das erste negative Halbjahresergebnis seit sieben Jahren eingefahren.

(Bild: AFP)

Der japanische Computerspielkonzern Nintendo bleibt wegen des starken Yen und schleppender Verkäufe auch nach dem zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres in den roten Zahlen. Das in Kyoto ansässige Unternehmen meldete am Donnerstag einen Halbjahresverlust von 2,01 Milliarden Yen (17,8 Millionen Euro). Die Einnahmen sanken um 34 Prozent auf 363.2 Milliarden Yen (3,22 Milliarden Yen).

Der Hersteller von Super-Mario- und Pokemon-Spielen hat damit das erste negative Halbjahresergebnis seit sieben Jahren eingefahren. Nintendo-Sprecher Yasuhiro Minagawa erklärte, allein die Stärke der japanischen Währung gegenüber dem Dollar habe die Einnahmen von April bis September um 28,1 Milliarden Yen (249 Millionen Euro) nach unten gedrückt.

Einbruch bei Nintendo DS

Dazu kam ein herber Einbruch beim Absatz der Hard- und Software. Die Verkäufe des tragbaren Nintendo DS sanken um 42 Prozent auf 6,69 Millionen Exemplare, die stationäre Videospielkonsole «Wii» wurde nur 4,97 Millionen Mal verkauft, ein Rückgang um 13,5 Prozent.

Bereits vor einem Monat hatte Nintendo angekündigt, das seit langem erwartete Spielgerät 3DS nicht rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt bringen zu können. In Japan, wo auch Neujahrsgeschenke im Januar eine wichtige Rolle spielen, soll das neue Gerät erst im Februar in die Läden kommen. In Europa und in den USA sogar erst im März.

Gewinnerwartungen korrigiert

Wegen dieser Verspätung korrigierte Nintendo die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr Ende September von 200 Milliarden Yen (1,77 Milliarden Euro) auf 90 Milliarden Yen (798 Millionen Euro). Gegenüber dem Vorjahr wäre dies ein Rückgang um 61 Prozent.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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