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Wenn das Handy zum Ohrenwärmer wird

Telefonieren am Steuer: Der Auto Club Europa hat die dümmsten Ausreden zusammengestellt.

Der Auto Club Europa (ACE) hat auf Ihrer Homepage die besten Ausreden von Autofahrern dokumentiert, die von der Polizei mit dem Handy am Ohr erwischt wurden.

Wärmeakku? «Unglaubhaft»

Ein Autofahrer etwa behauptete, das Handy nicht zum Telefonieren, sondern als «Wärmeakku» gegen seine Ohrenschmerzen benutzt zu haben: Das Urteil eines deutschen Gerichts: «Unglaubhaft».

Auch der Verkehrsteilnehmer, der angab, er habe das Handy nur als Stütze für seinen wackligen Unterkiefer gebraucht, blitzte vor dem Richter ab. Besonders einfallsreich war der Autofahrer, der zu Protokoll gab, er habe gar nicht telefoniert, sondern sich mit einem Akkurasierer den Bart gestutzt und die Lippen zur Radiomusik bewegt.

Im Zweifel für den Polizisten

Keine Chance hatte der Autofahrer, der entgegen der Beobachtung eines Polizisten angab, sich mit dem Arm an der Fahrertür abgestützt statt mit dem Handy am linken Ohr telefoniert zu haben. Das Gericht entschied, der Aussage des Polizisten eher zu glauben als dem «Täter».

In die Rangliste der fünf einfallsreichsten Handylügner schaffte es schliesslich der deutsche Geschäftsmann, der vor dem Thüringer Oberlandesgericht behauptete, nur ins Handy diktiert zu haben. Die Richter urteilten, dass eine «mentale Ablenkung eines Fahrzeugführers infolge der Benutzung eines Mobiltelefons» nicht alleine von der Benutzung als Telefon ausgehe, sondern auch vom Diktieren.

Jeder zweite Autofahrer telefoniert ohne Freisprechanlage

In der Schweiz sieht das Gesetz fürs Telefonieren am Steuer eine Freisprechanlage vor. Trotzdem telefoniert laut einer Umfrage jeder zweite Verkehrsteilnehmer mit dem Handy am Ohr. Nach der Meinung von knapp zwei Dritteln der Befragten ist die Handybenützung am Steuer kein schweres Delikt, das auch nicht systematisch geahndet werden soll. Ein Drittel der Befragten will dagegen ein komplettes Verbot von Kommunikationsmitteln im Auto.

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