Was Apple heute vorstellt

An der jährlichen Entwicklerkonferenz werden zahlreiche Neuigkeiten erwartet. Aber auf etwas sollte man besser nicht hoffen.

Heute beginnt die Entwicklerkonferenz von Apple.

Heute beginnt die Entwicklerkonferenz von Apple.

(Bild: Reuters)

Rafael Zeier@RafaelZeier

Apples jährliche Entwicklerkonferenz ist eine Wundertüte. Meist geht es um neue Software für iPhones, Macs, iPads, Uhren und so weiter. Manche Ankündigungen sind derart strategisch, dass manchmal erst Jahre später ihr volles Potenzial klar wird.

Hin und wieder (zum Beispiel letztes Jahr) zeigt der Konzern aber auch neue Geräte. 2017 gab es gleich eine ganze Menge davon: den Homepod-Lautsprecher, neue iPad Pro, verbesserte Macs/Macbooks und schliesslich noch den iMac Pro.

Heuer sieht es nicht nach einem Hardware-Festival aus. Neue iPads, Macs oder gar iPhones wären eine Überraschung. Software, Dienste und allerhand Strategisches dürfte also an der diesjährigen Entwicklerkonferenz wieder im Vordergrund stehen.

Ruhe vor dem Sturm

Was die konkreten Neuerungen und Gerüchte angeht, ist es heuer ungewöhnlich – ja, schon fast verdächtig – still. Das kann zwei Gründe haben:

Entweder gibt es tatsächlich nicht viele spektakuläre Ankündigungen. Das würde sich mit Meldungen decken, dass Apple künftig bei iOS ein etwas gemächlicheres Tempo anschlagen möchte, um die Qualität hoch zu halten.

Angeblich seien darum schon mehrere Funktionen von iOS 12 aufs nächste Jahr und iOS 13 verschoben worden. Die grössten Highlights von iOS 12 wären dann mehr Möglichkeiten, die eigene Handynutzung auf ein gesundes Mass zu reduzieren, neue Augmented-Reality-Funktionen und NFC, um Hoteltüren zu öffnen.

Die zweite mögliche Erklärung könnte in der verbesserten Geheimhaltung liegen. Ist es Apple vielleicht gelungen, die besten neuen Funktionen so gut zu verstecken, dass die üblichen Journalisten, Analysten und Blogger noch gar nicht Wind davon bekommen haben?

Überraschungen und ein Tipp

Ob es also doch noch eine grosse Siri-Überraschung, Apple-Watch-Zifferblätter zum selber basteln, iOS-Apps für den Mac oder gar einen ersten Blick auf den für nächstes Jahr versprochenen Mac Pro gibt, erfahren wir heute ab 19 Uhr. Dann findet die Eröffnungsveranstaltung der WWDC-Entwicklerkonferenz statt. Wir werden live berichten.

Noch ein Tipp zum Schluss: Ein besonderes Augenmerk sollte man bei der heutigen Veranstaltung auf die Verfügbarkeitsdaten der neuen Funktionen, Apps und Dienste richten.

Mit iMessage in der Cloud und Airplay 2 sind zwei prominente Ankündigungen der WWDC 2017 erst vor einer Woche ausgeliefert worden.

iOS als Service

Sollte Apple die Software-Neuheiten künftig vermehrt übers Jahr verteilen, statt alle zusammen mit dem neuen iPhone rauszuhauen, wäre das eine interessante Entwicklung.

Microsoft hat mit Windows 10 auf ein ähnliches System umgestellt. Seit Windows ein Service sein soll, kommen da in regelmässigen Abständen neue Funktionen dazu. Auch ein Modell für Apple?

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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