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Warum Computer besser Auto fahren als wir

Ein kleines Browser-Game zeigt auf spielerische Weise, wieso Menschen ständig Unfälle bauen. Ob selbstfahrende Autos in der Realität genauso überlegen sind, ist zweifelhaft.

Kaum greift man selber ein, beginnt das Chaos bei Error Prone.
Kaum greift man selber ein, beginnt das Chaos bei Error Prone.

Ziel des in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Zentralamts für Verkehrswesen entwickelten Spiels Error Prone (dt. fehleranfällig) ist es, innert 45 Sekunden mit einem Auto eine möglichst lange Strecke zurückzulegen. Kompliziert ist die Route nicht. Es geht immer nur im Kreis. Aber man teilt die Strecke mit 25 anderen Autos.

Jedes Auto wird mit einer Buchstabentaste der Computertastatur gesteuert. Theoretisch könnten so 26 Leute gleichzeitig spielen.

Hat man die Kontrolle über ein Auto (oder ganz frech: mehrere) übernommen, geht es im Stop-and-go-Rythmus im Kreis herum. Bloss dem Vordermann nicht hinten auffahren. Aber auch bloss keine zu grosse Lücke entstehen lassen.

Lass das den Computer machen

Ehe man es sich versieht, ist die erste Karambolage da. Wer bei Error Prone gewinnen will, muss die Finger von der Tastatur lassen. Denn die 26 Autos fahren auch automatisch im Kreis. Ohne menschliches Zutun klappt das problemlos und die maximale Distanz wird erreicht.

Jedes Mal wenn man selber eingreift, hat man auch noch so viel Übung, verliert man.

Wer von Error Prone zu wenig gefordert wird, sollte einen Blick auf Does Not Commute werfen (Immer diese Sonntagsfahrer). Auch dieses Spiel führt einem vor Augen, was man selbst für ein schlechter Autofahrer ist.

Ob die selbstfahrenden Autos in der Realität genauso überlegen sind wie in dem kleinen Spiel, darf freilich angezweifelt werden. Solange sie nicht sicher vor Hacker-Angriffen sind («Beten und in den Strassengraben fahren»), nützt auch die beste künstliche Intelligenz nichts.

Das Spiel findet man auf dieser Website.

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