Viele, viele bunte Smartphones

Der Fokus liegt auf den Kameras: Huawei baut ins neue Topmodell hinten zwei Linsen ein und vorne eine verbesserte Selfie-Kamera. Daneben gibts wenig Neues. Ausser bunte Farben.

Huawei P10: Auch in Farbe.

Huawei P10: Auch in Farbe.

(Bild: zvg)

Mathias Born@thisss

Fast alle fotografieren heute mit dem Smartphone. Ausser jene, die wirklich etwas vom Fotografieren verstehen: Sie greifen weiterhin lieber zu konventionellen Kameras – wegen der guten Objektive und der detaillierten ­Einstellungsmöglichkeiten insbesondere bei der Blende.

Huawei hat diese anspruchsvolle Gruppe in den Fokus genommen. Deshalb hat das chinesische Unternehmen bereits das letztjährige Modell mit Linsen ausgestattet, die gemeinsam mit dem renommierten deutschen Hersteller Leica entwickelt worden sind. Auf der Rückseite wurden als Novität zwei Kameras eingebaut: eine konventionelle und eine sehr lichtempfindliche monochrome. Drückt man ab, entstehen zwei Fotos, die kombiniert werden: Das Schwarzweissbild wird koloriert. So glücken selbst bei schlechtem Licht gute Aufnahmen. Selbstverständlich kann die Schwarzweisskamera auch separat genutzt werden.

Zumindest davon liessen sich einige Fotografen beeindrucken. Und sie schätzen den Profimodus, bei dem sie selber an den Parametern schrauben können.

Verbesserungen im Detail

Mit dem P10 bringt Huawei ein neues Topmodell in den Handel. Dieses ähnelt dem Vorgänger, bringt aber Verbesserungen im Detail. So lassen sich mit der Schwarzweisskamera Bilder mit 20 statt wie bislang 12 Megapixeln machen. Die Selfie-Kamera bietet weiterhin eine Auflösung von 8 Megapixeln, ist nun aber mit Leica-Linsen bestückt. Verbessert wurde die Software, sodass der Schärfentiefeneffekt normaler Kameras besser simuliert werden kann. Ergänzt wurden Manipulationstools für Selfies.

Welche Farbe solls sein?

Die weiteren Anpassungen sind wenig überraschend: etwas mehr Arbeits- und Gerätespeicher, ein schnellerer Prozessor, ein grösserer Akku und ein neuer Platz für den Fingerabdrucksensor.

Entsprechend konzentrierten sich die Huawei-Chefs in ihrer Präsentation an der Mobilfunkmesse in Barcelona auf die Fotofunktionen – und auf Äusserlichkeiten: Das Gerät ist nicht nur in Schwarz, Silber und Gold, sondern auch in «Dazzling Blue» und «Greenery» erhältlich, der Pantonefarbe des Jahres. Aber nicht in jeder Verarbeitungsvariante, die da wären: mit sand­gestrahltem, geschliffenem Rücken sowie zusätzlich mit von Diamanten gefrästen Minilöchern, die das Modell in der Sonne funkeln lassen sollen. Als wäre das nicht genug, werden auch noch drei Geräteversionen angeboten: das P10 mit 5,2-Zoll-Monitor, das P10 Plus mit 5,5 Zoll sowie das P10 Lite.

Da lobt man sich die Zeit, als es lediglich ein Kameramodell gab. Ein schwarzes. Preise: Huaweis Smartphone P10 ist ab Freitag ab 650 Franken erhältlich. Das P10 Lite (ab 350 Franken) folgt am 3. April und das P10 Plus (ab 800 Franken) am 7. April.

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